2019

2018

Nachdem Vučko das Gespann zwei Tage lang je 12 Stunden quer durch Europa steuerte, ist das Team nun endlich wohlbehalten in Deutschland angekommen.

Die Fahrt verlief im Großen und Ganzen ohne Probleme, sodass heute Abend alle glücklich, aber erledigt ins Bett fallen können.

In den nächsten Tagen wird der Wolf dann eine Projektzusammenfassung und die diesjährigen Bilder hochladen. Dann darf Vučko wieder den wohlverdienten Sommerschlaf antreten.

Gerade ist der gelbe Bulli mit Anhänger und dem gesamten Team über die Grenze gerollt. Bis jetzt läuft alles einwandfrei, es liegen aber immer noch knapp 400 km vor Vučko und seinen Helfern.

Nach etwas Schlaf konnten alle wieder genug Kraft tanken für die letzte Etappe. Der Bulli rollt jetzt schon über die österreichische Autobahn. Alle hoffen auf eine problemlose Fahrt.

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Leider hielt der starke Wind weiterhin an, sodass in Kroatien große Teile der Autobahn gesperrt wurden. Die Umleitung durch die Berge war auch keine Option für unseren Bulli mit Anhänger. Also musste Vučko eine Alternativroute nehmen, die sehr viel Zeit gekostet hat. Wenigstens konnten alle noch einen tollen Sonnenuntergang bei atemberaubender Kulisse beobachten.

Spät in der Nacht erreichte das Team endlich sein Nachtlager im slowenischen Maribor und alle fielen geschafft in die Betten.

DSC_7640Ein toller Tag in Mostar liegt hinter dem Team. Trotz anhaltendem Regen und Sturm, haben sich Vučko und das Team durch die kleinen Gässchen der wunderschönen Altstadt geschlängelt. Das alte Osmanen-Städtchen hat auch in der Vergangenheit stürmische Zeiten erlebt: Während des Bosnien-Kriegs in den 1990er-Jahren fanden hier besonders erbitterte Kämpfe statt. Das Wahrzeichen, die alte Brücke (großes Foto), wurde komplett zerstört – und erst nach dem Krieg wieder aufgebaut. Eindrücke von den Grausamkeiten des Krieges gibt ein Museum, in dem auch das Team von Building ONE World seine Botschaft hinterließ (kleines Foto).

DSC_7639Heute Morgen hat der Regen endlich aufgehört und die Sonne sich durch die Wolkendecke gekämpft. Der Wind allerdings weht immer noch kräftig weiter. Nach einem guten Frühstück war Vučko bereit, sich hinters Steuer zu setzten und den Bulli Richtung Deutschland zu lenken.

Die kroatische Grenze war sehr nah und deswegen haben sich alle entschieden, lieber die besseren Straßen in Kroatien für den Rückweg zu wählen. Vučko steuert nun alle sicher durch den Sturm, der den leeren Anhänger kräftig durchschaukelt. Das Team will bis Maribor in Slowenien fahren und dort noch eine Nacht schlafen, bis es dann morgen Richtung Deutschland geht.

Vučko hat es mal wieder geschafft: Auch das letzte Heim in Sarajevo wurde mit Geschenken versorgt. Jetzt kann das Team den Abend zur Feier des Tages entspannt ausklingen lassen. Zu dieser Gelegenheit gönnt sich der Wolf einen “Mokka”, den typischen Kaffee in Bosnien. Er erklärt seinen Mitstreitern die Zubereitung:

"Traditionell wird das Pulver in einer Kupferkanne kurz auf der Herdplatte geröstet bis sich die Aromen entfalten. Anschließend wird der Satz mit kochendem Wasser übergossen. Wenn der Kaffee in der Kanne aufsteigt ist er genussbereit." Vučko meint mit Kaffeesatz zwischen den Zähnen: "Das schmeckt nach Heimat!".

Auch ein kleiner Rundgang durch Sarajevo darf natürlich nicht fehlen. In engen Gassen kann man hier orientalisch anmutende Souvenirs, Slivovic oder Süßigkeiten erwerben. Besonders die schönen bunten Lampen und Lichter wecken Urlaubsgefühle.

Morgen früh geht es dann weiter in die Stadt Mostar. Hier möchte das Team einen zusätzlichen Tag verbringen, der natürlich nicht von Vučko, sondern den Fahrern selber bezahlt wird.

Nach dem Bosnien-Krieg war es fast bis auf die Grundmauern zerstört – heute ist es ein Haus voller Leben: Das Kinderheim “Egipat” (“Ägypten”), geführt von den Schwestern der Heiligen Familie, ist eines von Vučkos Lieblingsprojekten. Neun Kinder und Jugendliche zwischen 13 und 21 Jahren leben hier im Moment mit den Schwestern der Heiligen Familie. Ivica ist als einziger Junge der Hahn im Korb. Dem taffen 13-Jährigen macht das Nichts: “In der Schule habe ich genug Jungen als Freunde.” Außerdem war heute sein Kumpel Anto zu Besuch, der früher auch im “Egipat” lebte und mittlerweile in einem Heim für Behinderte wohnt.

Für Vučko und das Team gab es Kaffee und Kuchen und außerdem eine musikalische Kostprobe: Die Kinder bereiten sich auf ein großes Konzert vor, zu dem am Dienstagabend Gäste aus ganz Bosnien erwartet werden. Im Chor singen alle mit – selbst die taubstumme Magdalena. Vučko ist dann leider schon wieder auf Achse. Ein Glück, dass die Kinder zwischen ihren Proben noch Zeit für den kleinen Wolf hatten.

In Sarajevo angekommen musste das Team alle restlichen Geschenke in den Bulli umpacken, da es mit dem Anhänger nicht möglich ist, sich durch die steilen und engen Straßen der Stadt zu schlängeln. Dann bewegte sich der vollgepackte Bulli in Richtung des vorletzten Stopps. In dem staatlichen Heim "Bjelave" hat Vučko ca. 100 Pakete abgeliefert. Dort leben Kinder aller Altersklassen: Viele kommen als Babys in die Einrichtung und leben noch hier als Jugendliche mit 20 Jahren. Oft sind es Waisen oder Kinder aus Familien, in denen Gewalt, Drogen und Vernachlässigung zur Tagesordnung gehören. Die Erzieher müssen sich um viele Kinder kümmern und freuen sich über jede Unterstützung. Deswegen sind die Sachspenden von BOW hier perfekt aufgehoben.

Die jeweiligen Pakete wurden von den Mitarbeitern des Heimes sortiert und in die Wohngruppen gebracht. Als das Team dort ankam, hielten viele der jungen Kinder gerade ihren Mittagsschlaf. Vučko und seine Freunde wurde von einer netten Erzieherin durch das Gebäude geführt und konnten dann noch ein paar Jugendlichen dabei zusehen, wie sie die Pakete öffneten. Auch hier freuten sich alle über die kleinen Aufmerksamkeiten.

Leider ist der Unterschied zwischen den staatlichen und kirchlichen Einrichtungen für unseren kleinen Wolf deutlich spürbar. Obwohl für die Kinder gut gesorgt wird, merkt man, dass das Gefühl des Zusammenhaltes in dem staatlichen Heim leider etwas fehlt. Bei so vielen Bewohnern bleibt den Betreuern kaum Zeit, um sich ausgiebig mit den Kindern zu beschäftigen, wie es in kirchlichen Einrichtungen mit weniger Bewohnern möglich ist. Dennoch freut sich das ganze Team, dass die Kinder aus Problemfamilien, die bei den Schwestern keinen Platz finden konnten, dort aufgefangen werden und in geschützter Umgebung aufwachsen können.

Vučko ist froh, dass er auch hier etwas Gutes tun konnte und freut sich nun auf den letzten Stopp der Tour in "Ägypten".

Ausgeschlafen konnte Vučko wieder munter in den Tag starten. Gemeinsam mit den Schwestern wurde dann noch gefrühstückt und über viele Dinge geredet.

Vučko hat erfahren, dass drei der älteren Jungs dieses Jahr für ein paar Tage eine Veranstaltung in Augsburg besucht haben, die sich mit Robotik beschäftigte. Die Reise war ein Preis für ein Projekt in ihrer Heimat. In Bayern trafen die bosnischen Jungen dann Professoren und Studenten, mit denen sie zusammen forschen durften. Die Kinder hatten große Freude daran und haben ihr bereits vorhandenes Wissen und Interesse weiter ausgebaut. Manche denken auch darüber nach Informatik zu studieren. Es ist wirklich schön zu sehen, welche Möglichkeiten den Kindern geboten wird.

Dieses Jahr wartet auf einige Kinder eine große Reise nach Italien. Von einer anderen Organisation wurden einige ausgewählt, um einen Monat zur Weihnachtszeit bei einer Familie in Sizilien zu verbringen. Sie seien sehr aufgeregt, da auf dieser Reise viele Dinge erstmalig geschehen. Auch die Schwestern sind gespannt und ermutigen die Kinder zum Besuch eines Sprachkurses.

Und tatsächlich wurde in Vareš Gold gefunden. Allerdings nicht von den Bosniaken, sondern von einem Team aus Australien. Es bleibt leider noch offen, ob Bosnien an dem Gewinn beteiligt wird. Die Region war vor dem Krieg bekannt für den Abbau von vielen Metallen. Eventuell kann daran nun wieder angeknüpft werden, was Arbeitsplätze schaffen würde. Schwester Jela sieht das eher kritisch, weil das geschulte Personal dafür fehlt, da viele von damals mittlerweile zu alt sind oder leider nicht mehr leben. Es wird sich zeigen, was die Zeit bringen wird.

Jetzt geht’s es weiter Richtung Sarajevo. Dort warten schon die letzten zwei Heime auf Vučko und seine Freunde!

Nach der anstrengenden Fahrt durch das schlechte Wetter kam das Team endlich in Vareš an. Im Regen wurde dann schnell der Bulli geparkt und alles ins Haus getragen.

Dort wurde Vučko schon von den lieben Schwestern erwartet, die das Heim leiten. Dort leben ca. 20 Kinder im Alter von 7-19 Jahren in verscheiden Wohngruppen. Das Kinderheim wird nicht durch Staat oder Kirche unterstützt, es finanziert sich komplett durch Spenden und das klappt glücklicherweise sehr gut.

Nachdem alle ein köstliches Abendessen frisch aus der Küche verspeist hatten, konnte es dann auch hier los gehen mit dem Verteilen der Geschenke. In alter Tradition versammelten sich dafür alle Kinder im großen Essensaal. Diesmal hatten drei der Bewohner kleine Text vorbereitet, die sie auf Englisch und auf Deutsch vortrugen. Sie bedanken sich für die Pakete und vor allem für die Zeit die alle Beteiligen jedes Jahr opfern, damit das ganze Projekt überhaupt machbar wird. Da hatte Vučko einen kleinen Kloß im Hals, da er sich so freute über die lieben Worte der mittlerweile immer größer werdenden Kinder. Anschließend haben alle zusammen noch ein Lied für unser Helferteam vorgetragen, welches wirklich wunderschön war, da alle sehr gute Sänger sind.

Auch unser kleiner Wolf richtete noch ein paar liebe Worte an alle und dann wurden die Geschenke verteilt. Besonders schön ist hier, dass die Kinder die Pakete direkt öffnen dürfen. Alle freuen sich immer wahnsinnig über jedes kleine Stück in ihren Geschenken. Gerne wird auch untereinander getauscht.

Nach der ganzen Euphorie der Geschenke sind dann langsam alle wieder zurück in ihre Wohnunggruppen gegangen. Vučko und seine Helfer durften auch noch etwas Zeit mit den Kindern verbringen, bevor sie ins Bett mussten. Es wurde zuerst mit den Kleinsten und später dann mit den Jugendlichen gespielt und geredet. Viele von ihnen sprechen mittlerweile gut Englisch und manche sogar Deutsch. Den Abend so ausklingen zu lassen macht immer besonders Spaß, weil man sich mittlerweile schon gut kennt und die Kindern sich immer freuen das Team wiederzusehen.

Irgendwann fielen unserem kleinen Wolf dann allerdings wirklich die Augen zu. Der Tag war wunderschön und er konnte direkt zufrieden ins Bett gehen, denn auch unser Team darf jedes Jahr im Kinderheim übernachten.

Gegen Radunice ist Srednja Slatina eine Stadt – so hatte es Vučkos Freundin Snjezana heute Morgen noch gesagt. Und wahrscheinlich hat sie recht. Das 250-Einwohner-Dorf Radunice im Herzen Bosniens liegt abseits jeglicher Hauptstraßen, auf einem Berg mitten im Wald. Dort wohnt der Priester Illija, der früher in Srednja Slatina tätig war und den es inzwischen hierher verschlagen hat. Vučko, der sich im Wald ja heimisch fühlt, stattete ihm einen Besuch ab und ließ im einige Pakete für ältere Leute aus der Pfarrei da.

mal-bosnien-111Außerdem kam es noch zu einer weiteren Begegnung: Ganz in der Nähe von Radunice wohnt der 17-jährige Marco, den Vučko noch aus dem Kinderheim in Sarajevo kennt. Heute lebt er bei seinem Onkel und seinem Opa und macht eine Ausbildung zum Schlosser. Vučko, Illija und das ganze Team statteten ihm einen Überraschungsbesuch (Foto) ab – und sorgten für große Freude.

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DSC_7205Nach einem guten Frühstück konnte das Team gestärkt in den Tag starten. Als alles zusammen gepackt war ging es weiter mit dem Bulli samt Anhänger Richtung Slatina, das kleine Dorf südlich von Orasje in dem vor allem ältere Menschen wohnen.

Hier wartet Snezana schon mit Kaffee und Tee auf Vučko und seine Freunde. Sie begleitet das Team jedes Jahr erneut von Haus zu Haus. Die Tassen waren schnell geleert und dann konnte es auch schon los gehen.

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“Bosnien hat keine Zukunft!” – harte Worte, die Vučko beim Abendessen hören musste. Auch über 20 Jahre nach Ende des Kriegs liegt die Wirtschaft im Land weiter brach, die Politiker der drei Volksgruppen (Serben, Bosniaken, Kroaten) blockieren sich gegenseitig, viele Menschen leben in Armut. Kein Wunder, dass insbesondere junge Leute keine Perspektive sehen und nach Deutschland oder in andere Länder auswandern. Eine traurige Wahrheit.

Um so erfreulicher ist, dass die Menschen in Bosnien einfach immer Zeit haben. Wann immer Besuch kommt, lassen sie alles liegen und stehen und sind ganz für ihre Gäste da. Das musste auch Vučko heute wieder erfahren, als er seinen für morgen geplanten Besuch im Dorf Srednja Slatina ankündigte. Der Anruf dauerte nur wenige Sekunden: “Morgen? Um 10? Natürlich könnt ihr kommen!”, antwortete seine Freundin Snježana, mit der er wie jedes Jahr von Haus zu Haus fahren und die Senioren besuchen wird. Auch wenn die noch gar nichts von seiner Ankunft wissen. Eines werden sie bestimmt haben: Zeit.

mal-bosnien-8Wie jedes Jahr ist das Center Rehabilitacija in Orašje der erste Stop des HandS-Transports. In der Tagesstätte kommen täglich viele Menschen unterschiedlichen Alters mit verschiedensten Behinderungen zusammen. Hier werden Sie vom freundlichen und geschultem Personal betreut und beschäftigt.

Heute war jedoch kein üblicher Tag für die Besucher: Endlich erreichten die langersehnten Pakete aus Deutschland die Einrichtung. Viele Besucher nutzten die Chance, um sich bei Vučko persönlich zu bedanken. Da einige verhindert waren, nahmen dankbare Familienangehörige die Pakete entgegen.

Die Freude über die Geschenke war riesig. Vučko wurde geknuddelt und geknutscht. Jetzt braucht er erstmal eine kurze Pause, bis er sich heute Abend erneut mit seinen Freunden aus dem Zentrum zum Essen trifft.

Aber auch unser Maskottchen ist überglücklich: Nachdem so viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene freudestrahlend nach Hause gegangen sind, können nun alle perfekt in die kommende Weihnachtszeit starten.mal-bosnien-22mal-bosnien-16mal-bosnien-4

Weitere Bilder aus Orasije findest Du hier.

Guten Abend Bosnien!

Nach einer angenehmen Autofahrt durch Österreich, Slowenien und Kroatien ist Vučko endlich in seiner Heimat angekommen. Wie jedes Jahr ist das erste Ziel Orašje. Hier hat das Team wieder Unterstützung von seinen bosnischen Freunden bekommen, um über die Grenze zu kommen. Morgen kann dann das erste Verteilen der Geschenke losgehen.

Vučko konnte es nicht länger abwarten und hat sich dann noch zum Abendessen sein Leibgericht aus Bosnien gegönnt: Ćevapi!

Gut gesättigt und müde von der Fahrt fällt unser kleiner Wolf jetzt ins Bett, damit er morgen gestärkt ist für den Tag. Er freut sich schon auf viele bekannte und neue Gesichter.

Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgewogenen Frühstück ist der gelbe Bully wieder zurück auf der Autobahn. Vučko schlängelt sich und das Team gekonnt durch das Bergpanorama von Österreich.

Die letzten 400 km gehen hoffentlich schnell rum, ohne Stau und Schnee. Vučkos Vorfreude auf seine Heimat wächst auf jeden Fall von Minute zu Minute.

Ziemlich erschöpft erreicht das Team die Unterkunft in Österreich. Ohne Stau und andere Probleme hat Vučko die gelbe Rakete samt Geschenken durch Österreich gesteuert.

Nach 12 Stunden auf Reisen ist die Konzentration stark gesunken, sodass eine Pause sinnvoll erscheint. Schließlich hat der Wolf eine Mission zu erfüllen. Daher heißt es jetzt enstpannen und sehen, was das österreichische Fernsehen zu bieten hat. Morgen geht es weiter nach Orašje.

Vučko kommt gut voran – im Rahmen der Möglichkeiten. Der schwere Anhänger mit rund 400 Paketen erlaubt nicht mehr als 80 Stundenkilometer, bergauf manchmal nur 40. Da zieht mancher Lkw an dem kleinen Wolf vorbei. Eben hat er bei Passau die deutsch-österreichische Grenze passiert – und freut sich jetzt auf das Abendessen.

Nachdem alles sicher verstaut und anfängliche Probleme beseitigt wurden, ist das Team um Maskottchen Vučko bereit für die Abfahrt! Im Schneegestöber der letzten Nacht rollt der vollgepackte Bulli los in Richtung Bosnien. Dieses Jahr wird der erste Stop in der Nähe von Graz eingelegt, damit das Team am folgenden Tag die Grenze bei Tageslicht überqueren und nicht so lang am Stück fahren muss.

Da ein Wolf, wie jeder weiß, keine Finger besitzt, mussten auch dieses Jahr wieder einige Helfer bei der Transportvorbereitung anpacken. Vučko möchte sich bei all den fleißigen Hände bedanken, die sich um das Sortieren und Verpacken der Geschenke gekümmert haben. Ein besonderes Dankeschön geht auch wieder an Thorsten und Daniela Weber, die erneut die benötigten Räumlichkeiten und ihre Zeit zur Verfügung gestellt haben!

Also, auf geht die wilde Fahrt! Zum Glück reichen Vučkos Pfoten aus, um unser vollgepacktes Gespann zu steuern..

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Ein Schachbrett für den Spiele-Liebhaber, ein Thomas-Müller-Poster für den Bayern-Fan und Buntstifte für die Hobby-Malerin: All das sind Weihnachtsgeschenke, von denen viele bosnische Kinder nur träumen können. Dass sie sie tatsächlich bekommen, dafür sorgen auch in diesem Jahr wieder Mitglieder des sauerländischen Vereins Building One World (BOW). In Bosnien sind sie und ihr Maskottchen Vučko, ein kleiner Wolf, bereits bestens bekannt. Zum elften Mal brechen sie unter dem Motto „Help and Solidarity“ (HandS) in das Balkanland auf. In diesem Jahr startet der Transport etwas früher als gewohnt: bereits am 21. November.

Im Gepäck haben die Vereinsmitglieder über 400 persönliche Weihnachtsgeschenke. Die Päckchen in der Größe eines Schuhkartons wurden in den vergangenen Wochen hauptsächlich von Schülern gepackt. Aus der Region sind die Grundschule Hallenberg, das Gymnasium Winterberg und das Berufskolleg in Bad Berleburg beteiligt. Weitere Päckchen kommen von zwei Schulen aus Kamen im Ruhrgebiet. Auch einige Einzelpersonen haben mitgeholfen. „Die Resonanz auf unsere Aktion war wie immer überwältigend“, sagt BOW-Vorsitzender Michael Althaus. „Wir bedanken uns schon jetzt bei allen, die mitgeholfen haben.“

Ziel des Transports sind mehrere Kinder- und Behindertenheime sowie ein kleines Dorf, in dem viele alleinstehende Senioren leben. Schüler, die zum wiederholten Male mitmachen, beschenken nach Möglichkeit wieder dieselbe Person. So entstehen mitunter Briefwechsel und feste Partnerschaften – für beide Seiten ein tolles Erlebnis.

Obwohl der Krieg in Bosnien schon über 20 Jahre zu Ende sei, leide das Land noch immer schwer an den Folgen, sagt Althaus. Nach dem Sieg nationalistischer Parteien bei den diesjährigen Wahlen, hätten sich die Konflikte sogar wieder verschärft  „Die kleinen Geschenke  zeigen den Menschen, dass sie nicht vergessen sind.“

Der Verein wird von seiner Aktion und den Begegnungen in Bosnien wie gewohnt mit einem Live-Ticker hier auf der Homepage berichten. Den Anhänger für den Transport der Geschenke stellt der Musikverein „Die Liesetaler“ zur Verfügung.

Antworten rund um das Packen der Weihnachtspäckchen findest Du hier.

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2017

Nachdem Vučko sich erholt und eine wunderbare Weihnachtszeit Zuhause verbracht hat, meldet er sich noch einmal mit einem abschließenden Bericht über die gesammelten Eindrücke bei seiner Reise im ehemaligen Jugoslawien. Der Tag mit seinen Liebsten und der Aufenthalt in Bosnien haben ihm wieder gezeigt, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Es geht darum, Anderen eine Freude zu machen und das Gefühl von Liebe und Geborgenheit zu verbreiten. Und nicht nur daheim bei seiner Familie konnte er das ein oder andere Lächeln auf die Gesichter zaubern. Auch in Bosnien hat er es geschafft den Weihnachtsgeist zu verbreiten.

Dieses Jahr hat Vučko ca. 500 Päckchen in Bosnien verteilt und jede einzelne Person hat sich über das individuelle Geschenk gefreut. Obwohl jeder seine eignen Geschichte durchlebt hat, verhalten sich alle beim Überreichen der Päckchen gleich. Die Beschenkten dürfen einfach wieder Kind sein und freuen sich darüber, dass man an sie denkt und sich Menschen Mühe geben, um ihnen tolle Geschenke zu packen. Auch die Aufmerksamkeit, die die Reisegruppe ihnen schenkt, bedeutet besonders für die kleinsten eine Menge.
Trotz der meist tragischen Lebensumstände der Menschen in diesem doch sehr armen Land, überwiegte für sie in keinem Fall die Traurigkeit. Die Dankbarkeit und Freunde der Kinder und Erwachsenen lies all diese Schattenseiten völlig in den Hintergrund rücken. Es ist wunderschön zu sehen, wie sehr sich Menschen über solche kleinen Aufmerksamkeiten freuen können.

Jedes Jahr zeigt unsere Reise aufs Neue  in welchem stagnierenden Standard die Menschen in Bosnien leben. Dieser ist weit von dem entfernt, den wir in Deutschland kennen. Abseits des Reichtums ist auch ein gutes Familienverhältnis nicht selbstverständlich. Da wir viele Kinder besuchen, die ihre Eltern verloren haben, aufgrund ihrer Behinderung verstoßen wurden oder aus allgemein schwierigen Verhältnissen kommen, ist es für viele nicht normal, dass sie Weihnachtsgeschenke erhalten und über die Feiertage ein paar schöne Tagen mit der Familie verbringen. Man wird auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und lernt genau das zu schätzen, was man bei uns als normal ansieht.

Auch wenn Vučko Jahr für Jahr Geschenke zu unseren Freunden in Bosnien bringt, möchte er sich wieder ganz besonders bei den Menschen bedanken, die so fleißig ihre Päckchen zusammengestellt haben. Ohne euch, die die sich immer wieder die Mühe machen, mit Liebe die Kartons zu packen, wäre das Projekt gar nicht möglich. Dass auch dieses Jahr viele Pakete unglaublich liebevoll gepackt und die Erwartungen oft übertroffen wurden, freut ihn ganz besonders.

Ein großer Dank geht auch dieses Jahr an alle Helfer, die ihre Freizeit der Planung und Durchführung des Projektes gewidmet haben, sei es bei dem nicht immer leichten Kontakt mit den Schulen und Heimen, dem Verladen der Pakete oder dem Verteilen der Pakete vor Ort in Bosnien. Auch für die zahlreichen Geldspenden bedankt sich der gesamte Verein recht herzlich, da diese beinahe den gesamten Transport finanzieren!

Unser kleiner Wolf kann nur endlich seinen Winterschlaf nachholen und kann schon bald wieder ganz ruhig mit der Planung für das kommende Jahr starten, denn er kann es gar nicht mehr abwarten bis endlich wieder Weihnachten ist. Die Reise in seine Heimat bleibt für ihn immer wieder aufs Neue spannend und der Höhepunkt in seinem Jahr.

 

Vučko wünscht einen guten Rutsch und problemlosen Start in das kommende Jahr!

Vucko liegt endlich im Bett. Die Rückfahrt lief gut und ohne Probleme. Mit den Bildern der glücklichen Kinder vor Augen schläft der kleine Wolf ein. 

Das schöne Bosnien liegt jetzt hinter Vucko und die Einreise nach Kroatien hat problemlos geklappt. Der Abschied fiel schwer, aber er weiß, dass er nächstes Jahr wiederkommen wird. Jetzt steuert er denn leeren Transporter gezielt Richtung Deutschland.

Nach einer spannenden Woche ist es wieder soweit die Heimreise anzutreten. Vucko hat die Zeit hier in Bosnien und Herzegowina sehr genossen und wird mit den Bildern der glücklichen Kinder nun wieder den Weg ins Sauerland beschreiten.

Vučko hat es tatsächlich geschafft noch einen letzten alten Freund zu besuchen. Das Team hat sich heute schon mal auf den Weg zurück Richtung Deutschland gemacht. Damit der Weg nicht zu weit ist, hat Vučko die Strecke etwas eingeteilt und nochmal einen Zwischenstopp bei unserem Freund Ilja in Maglaj eingeplant.
Wie schon angekündigt hatten wir immer noch das Paket von unserem BVB-Fan Marko im Kofferraum und wie es der Zufall so will, lebt er mittlerweile in der Gemeinde des Priesters. Durch die Hilfe der Schwestern in Egipat konnte Vučko Kontakt zu ihm aufnehmen und hat es dann noch geschafft, am selben Abend ein Treffen zu organisieren.
So konnten wir mit der Hilfe von Ilja den Jungen bei seinem Onkel Zuhause besuchen. Nach einer etwas chaotischen Fahrt auf den Berg hinauf, fand unserer kleiner Wolf dann allerdings doch das etwas versteckte Haus, wo Marko und sein älterer Bruder schon gespannt auf uns warteten.
Die beiden leben dort in einem reinen Männerhaushalt gemeinsam mit ihrem Onkel und ihrem Großvater. Marko ist aber nicht immer bei ihnen, denn ab und zu verbringt er auch seine Zeit bei seinem Vater, der auf der anderen Seite des Berges wohnt. Es freut Vučko sehr, dass er wieder gut bei seinen Verwandten angekommen ist.
Gemeinsam mit seiner Familie saßen wir dann alle im Wohnzimmer des kleinen Hauses und haben uns über alles Mögliche ausgetauscht. Vučko war besonders interessiert daran, was Marko mittlerweile so treibt. Er erzählte uns, dass er nun eine Ausbildung zum Schweißer macht und es später gute Möglichkeiten gäbe einen Job zu finden.

Marko lebt in einer sehr musikalischen Familie. Kurz nachdem wir uns alle gesetzt hatten, packten sein Onkel und sein Bruder die Musikinstrumente aus. Auf einer bosnischen Balalaika und einer Geige wurde für Stimmung gesorgt. Vučko wäre am liebsten aufgesprungen und hätte gerne wild getanzt. Auch Markos Großvater wippte schon im Takt mit.
Natürlich durfte Marko dann auch endlich sein Geschenk auspacken. Es war voll mit tollen Dingen und die BVB Artikel kamen besonders gut an. Über die Karte mit den selbst geschriebenen Zeilen freute er sich auch sehr.

Alles im allen war das ein grandioser Abschluss, mit dem niemand mehr so gerechnet hätte. Markos Paket hätte ihn sicherlich irgendwie erreicht, aber das Vučko es ihm jetzt doch noch persönlich vorbei bringen konnte, macht ihn sehr glücklich. Es ist sehr schön zu sehen, dass die Kinder auch nach ihrem Aufenthalt in den Heimen ein geregeltes Leben führen können.

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Jetzt wo alle Pakete verteilt wurden möchte Vucko noch Sophia etwas von Sarajevo zeigen. Wir starten im muslimischen Osten der Altstadt Sarajevos welche geprägt ist von osmanischen Baustilen mit kleinen Gassen und Läden. Weiter geht es vorbei an Moscheen bis hin zur orthodoxen und katholischen Kathedrale. Dieser Stadtteil wurde sehr durch die österreichische Herrschaft geprägt. Direkt neben de Kathedrale befindet sich ein Museum zum Genozid von Srebrenica, für welches sich das Team eine Stunde Zeit nahm um einen Teil dieser schrecklichen Geschichte besser zu verstehen.

Weiter ging es hoch zum Olympischen Berg. Dort wo in den 80ern die olympischen Wettbewerbe in der Bobbahn statt gefunden haben. Diese Gegend wurde in den letzten zwei Dekaden geprägt von den Ruinen der olympischen Hotels und Sportstätten. Nun aber entsteht viel neues. Ein Hotel, ein Panorama Restaurant mit Sommerrodelbahn sowie ein moderner Skilift. Es ist schön diesen Fortschritt von Jahr zu Jahr beobachten zu können.

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Team Vučko hat es geschafft: Die letzten Pakete wurden im Kinderheim Bjelave im gleichnamigen Stadtteil von Sarajevo verteilt. In dem staatlichen Heim leben ungefähr 100 Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die von 55 Angestellten rundum versorgt werden. Die kleinsten Bewohner sind erst einige Monate, die ältesten ca. 23 Jahre alt. Es findet ein ständiger Wechsel statt, da das Heim die erste Anlaufstation für das Sozialamt ist, welche die Kinder aus Problemfamilien und von der Straße rettet. Sie sind oft Opfer von Gewalt und Armut und müssen teilweise sogar betteln. Als staatliches Heim sind sie nicht religiös gebunden. Hier leben Kroaten, Bosniaken und Serben, also Muslime, Katholiken und sogar Sinti und Roma zusammen, erzählte uns ein Angestellter. Das ist leider nicht überall im Land der Fall, was die noch immer bestehenden Spannungen der ethnischen Gruppen widerspiegelt, die den Krieg in den 90er Jahren einst auslöste.

Aufgrund der Größe des Heimes ist es nicht möglich, jedem Kind die Aufmerksamkeit zu schenken, die nötig wäre. Vor allem diese Kinder freuen sich besonders über die Kleinigkeiten aus dem Sauerland und Umgebung.
Wir hatten die Möglichkeit etwas Zeit auf der sogenannten  “Adaptions-Etage” zu verbringen, in der neu ankommende Kinder ihre ersten Tage im Heim verbringen. Dort werden sie an das neue Leben gewöhnt und man hilft ihnen dabei, sich langsam einzuleben. Wir trafen auf Geschwister die brüchiges Deutsch und Englisch sprachen. So war sogar ein kleines Gespräch ohne Übersetzungen möglich.
Auch bei zwei anderen Gruppe konnten wir einen Einblick gewinnen. In der einen  lernten wir ein paar junge Mädchen kennen und in der anderen traf Vučko auf die ganz Kleinen, die teilweise noch gar nicht richtig laufen konnten.

Wir konnten zudem Kindern im Alter von 1-5 Jahren die Geschenke persönlich überreichen, da man sich zur Schulzeit getroffen hatte. Kaum waren sie in den Flur geschoben, da stieg der Lärmpegel ins unermessliche. Unserem Wolf schmerzten gar die Ohren, aber das Glück über die Kinder, die vor lauter Freude völlig die Fassung verloren und rum sprangen, machte die Situation perfekt. Man half sich gegenseitig beim Auspacken und Geschenke wurden zum Allgemeingut. Schokolade und Kekse wurden umgehend vernichtet, Kleidungsstücke angezogen, Seifenblasen gepustet. Die Päckchen bestimmten den Moment und das Team wurde schnell uninteressant. Aber das war Vučko egal. Erneut wurde ihm klar, wofür dieses Projekt vor 10 Jahren entstanden ist. Es geht darum, Kindern, die bisher kein sorgenfreies Leben hatten und schwere Schicksalsschläge erlitten, eine kleine Freude zur Weihnachtszeit zu bereiten und ihnen die Aufmerksamkeit zu schenken, die ihnen zusteht.

 

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Die vorletzte Station führte uns in das von Schwestern geführte Heim “Egipat”, zu Deutsch “Ägypten”. Der Hinweg bringt Vučko jedes Jahr wieder ins Schwitzen, denn das Heim in der Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina ist nur über enge und steile Straßen zu erreichen. Doch nicht jeder meistert die Aufgabe so souverän. Davon zeugen die Beulen und Kratzer in fast jedem Auto, doch natürlich hat der Mietwagen keine Blessuren erlitten.

Die 13 momentan dort lebenden Kinder freuten sich natürlich auch auf die Päckchen, aber die Aufmerksamkeit, die sie von den BOW’lern geschenkt bekommen, ist für viele mindestens genau so viel wert. Bei Kaffee und selbstgebackenen Plätzchen wurde ausgelassen getobt, Fußball gespielt, gekitzelt und gelacht. Auch unser Maskottchen, der Liebling der Kinder, kam an seine Belastungsgrenzen. “Wenn ich das Spielen mit den Kindern im Egipat an einem Stück überstehe, ist der schwerste Teil geschafft und mein Winterschlaf kann kommen.”, so der rote Wolf. Um möglichst viel Zeit miteinander zu verbringen, endete der Abend mit einem gemeinsamen Essen mit Schwestern und Kindern.

Unser bisheriger, direkter Ansprechpartner Schwester Andja, wurde im letzten Jahr an einen anderen Ort berufen und hat das Heim demnach verlassen. Mit Schwester Suzana verlief der Kontakt jedoch mindestens genau so reibungslos, sodass Klein-Ägypten auch in den kommenden Jahren besucht werden wird.

Gerade in kleinen Heimen wie diesem sind die Geschenke oft sehr persönlich. Durch den nahen Kontakt von Schwestern und Kindern konnten in den letzten Jahren viele Vorlieben herausgestellt werden, sodass oft Geschenke verteilt werden, die man sich schon lange ersehnt. Dazu gehört zum Beispiel Iviza, den eine ganze Ladung an BVB-Fanartikeln begeistert hat. Das Beste waren für ihn die originalen Autogrammkarten von Spielern, die man in Deutschland extra für ihn besorgt hatte. Die kleinste Bewohnerin, die vierjährige Katharina bekam einen ganzen Karton voll mit Aufklebern, Kleidung, Stiften, Süßigkeiten und viel mehr. Jeder Artikel brachte Freude in ihrem Gesicht zum Ausdruck, doch witzigerweise war ihr persönliches Highlight die pinke Kinderschere, mit der sie sich anschließend zunehmend beschäftifgte. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

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Ab einem bestimmten Alter müssen die Kinder das sorgsame Heim jedoch verlassen. So war es vor wenigen Monaten Zeit für unseren zweiten BVB-Fan Marko, Ivizas Bruder, die Schwestern zu verlassen. Er lebt nun bei seinem Onkel. Dennoch wurde ein Paket für den Minderjährigen in den Hänger geladen. Fortsetzung folgt…

 

 

img-20171213-wa0007011564491858.Ab dem Nachmittag war Vučko mit dem Team im Kinderheim “Egipat”. Es war schön wie immer und unser Wolf hat viele Bilder gemacht. Die gibt`s später…

Die überschwingliche Zuneigung der Kinder zeigte sich darin, dass er durchgehend gekuschelt wurde und für allerlei Schabernack herhalten musste. Selbst Flugstunden gab es gratis.

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Nach einer Fahrt von etwas mehr als einer Stunde ist das Team nun in Sarajevo angekommen. Dort geht es am Nachmittag ins Kinderheim “Egipat”.

Nach einer nervenaufreibenden Fahrt über Serpentinen, Berge und durch enge Schluchten ist das Team in Vares angekommen. In dem katholischen und von Schwestern geführten Heim mit 23 Kindern kennt man sich. Hier leben die Bewohner, nach Alter getrennt, in drei Gruppen. Sie stammen oft aus unschönen Familienverhältnissen, die ein weiteres Zusammenleben von Eltern und Kindern nicht möglich machen. Hier gibt man ihnen große Chancen und Möglichkeiten, die hoffentlich von den meisten eines Tages genutzt werden können. Doch bis sie auf eigenen Beinen stehen könne, kümmern sich die Schwestern liebevoll um sie. Trotz alledem können manche über die Weihnachtstage zurück in ihre Familien, in denen oft noch einige Geschwister leben. Einerseits ist man dankbar und freut sich, andererseits ist die Stimmung angespannt. Ein Zusammenleben funktioniert oft nur wenige Tage, da die Eltern oftmals Probleme mit Drogen, Alkohol oder Krankheiten haben.

Um 6 Uhr abends kam dann der lang herbeigesehnte Moment: Nach einem gemeinsamen Abendessen freuten sich die Kinder über die Bescherung. Alle waren sehr gespannt, denn nun folgte das Verteilen der Geschenke. Traditionell mussten sich die Bewohner im Alter von 8 bis 23 Jahren die Geschenke erst verdienen und so bekam Vučko noch ein Weihnachtslied in seiner Muttersprache vorgesungen. Auf die Frage, ob denn alle Kinder brav gewesen seien, führte leichte Skepsis zu Gelächter bei den Kindern und Schwestern. Doch natürlich haben sich alle Kinder ein Geschenk verdient. Sophia sorgte für gute Unterhaltungen und machte eine gute Figur bei ihren ersten Versuchen, die bosnischen Namen vorzulesen. Als alle Geschenke verteilt waren, startete ein drei sekündiger Countdown, der das Ende des Geschenkpapiers bedeutete.

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Wie in jedem Jahr ist es nicht selten, dass die Kinder in Deutschland ohne Wunschliste Geschenke in die Pakete legen, welche sich die bosnischen Kinder seit langer Zeit wünschen. So ist da einerseits Tome, einer der wenigen Kinder die Schach spielen – er bekam ein Schachbrett. Der Bayern Fan bekam ein Thomas Müller-Poster, der Star Wars Fan Mario eine entsprechendes Cappy und der angeblich frechste einen Pullover mit einem Smilie der die Zunge heraus streckt.

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In der Mala Skola gibt es seit dem Anfang feste Kinderpatenschaften. Das heißt, einige Kinder in Deutschland packen jedes Jahr für das selbe Kind in Bosnien. Dadurch wird das Projekt der Organisation sehr persönlich. So entstanden in den letzten Jahren auch einige Briefwechsel. Das sei immer das schönste an den Geschenken, sagten uns Valentina und Anto. So kann das Team von Vučko auch dieses Jahr einen ganzen Stapel Briefe mit nach Deutschland nehmen, der dann an die deutschen Kinder und Familien verteilt werden.

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Vučko ist bei alten Bekannten angekommen. In der Behinderten-Tagesstätte Leptir, zu deutsch "Schmetterling", lieferte Vučko die meisten Pakete ab. Einen Teil der Geschenke konnte er persönlich übergeben. Ein Großteil der Kinder und Erwachsen der Tagesstätte wohnt weit weg und kommt nur selten. Sie bekommen ihre Pakete später von den Mitarbeitern. Eine kleine Gruppe ist täglich in der Einrichtung und wird in einer Art Schulklasse unterrichtet.

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dsc_2047189547104Der Morgen startet ohne Strom und Wasser, doch die Sonne lässt das kleine bosnische Dorf auf dem Berg in einem warmen Rot erstrahlen, passend zu den Temperaturen im zweistelligen Bereich. Wir begrüßen den Tag mit einer kurzen Rorate-Andacht bei Kerzenschein in der Kirche, die sich direkt neben unserer Unterkunft befindet. Nachdem Vučko gestern schon einige Pakete für Senioren in die Obhut des Pastors gegeben hatte, konnte er heute viele der gespendeten und handgemachten Mützen und Schals an die Mitglieder der Gemeinde verteilen.

dsc_2053-2015262209Erst heute werden die Auswirkungen des Sturms ersichtlich. Die starken Winde haben viele Bäume entwurzelt und auch Ilija blieb nicht verschont. Das Team wurde Zeuge, wie eine der großen Tannen zunehmend schwankte und das Haus des Pastors und unser Auto nur knapp verfehlte. Das Dorf ist vom Stromnetz abgeschnitten, da einige Bäume auf die Leitungen gekippt sind. Die Einheimischen zersägen die Bäume zwar  fleißig,  doch mit Strom und Wasser ist wohl erst ab morgen zu rechnen.

Gestärkt aber ungeduscht geht es in Richtung Bugojno, wo Vučkos Päckchen in der Tagesstätte "Leptir" schon sehnsüchtig von den behinderten Kindern und Erwachsenen erwartet werden.

img_20171211_2342496011224788256.Nachdem Vučko in Srednja Slatina Senioren besucht hat, ging es Richtung Maglai. Hier möchten er und das Team den Priester Ilija besuchen. Er war lange in Slatina tätig, und damals einer der ersten Kontakte in Bosnien für BOW. Eigentlich hatte sich das Team vorgenommen, viele Bilder vom heutigen Tag hoch zu laden. Allerdings hat ein Sturm für einen Stromausfall gesorgt.  So sitzen Vučko und seine Freunde nun bei Kerzenlicht zusammen und reden darüber, wie vor zehn Jahren mit dem ersten HandS-Transport alles seinen Lauf nahm.

Der nächste Stopp führt Vučko und sein Team in das kleine, abgelegene Dorf Srednja Slatina, in dem hauptsächlich ältere Menschen und Senioren leben. Viele versorgen sich mit eigener Landwirtschaft und sind daher wenig mit den umliegenden Ortschaften verbunden. Der Weg hierher ist nicht einfach: Ohne Navi geht es über holprige und unbefestigte Straßen, vorbei an Minen-Warnschildern, zerschossenen Häusern und verlassenen Ruinen. Die Natur ist umwerfend, doch der Geruch von verbranntem Müll und Holz liegt in der Luft. Auch Sophia, die das erste Mal vor Ort ist, gewinnt einen prägenden Eindruck über die hier herrschenden Lebensverhältnisse und ein Gefühl vom Krieg, der in den 90er Jahren, so nah von ihrer Heimat wütete. Nicht überall ist es so schön und unbeschwert wie in Deutschland.

Die hier ansässigen sind häufig alleinstehend, einsam und von Armut bedroht. Die meisten von ihnen sind im Jugoslawien-Krieg in sicherere Gebiete geflohen, denn auch die kleinen Dörfer standen unter schwerem Beschuss. Nach dem Kriegsende 1995 kehrten einige zurück, um ihre Heimat wieder aufzubauen. Es war nicht selten, dass sie mit geplünderten Ruinen, die einst ihre Häuser waren, konfrontiert wurden. Daher leben viele in kleinen, selbstgebauten Häusern, die zumeist nur aus einem Raum bestehen und mit Holzkaminen geheizt werden.

Aufgrund der hohen Bereitschaft der Sauerländer neben Kindern auch Senioren zu beschenken, konnte jedem eine kleine Freude bereitet werden. Auch dieses Jahr druckte und verschenkte Vučko fleißig Bilder des Hands-Projektes 2016, sodass die alten Freundschaften weiterhin gestärkt werden konnten. Auch unser Wolf hat einen riesen Spaß, denn er wird jedes Jahr freudig empfangen und mit Getränken und hausgemachten Speisen überschüttet. Besonders gut schmeckt ihm der “Bosanska Kava”, der bosnische Kaffee. Dieser wird nicht wie in Deutschland zubereitet, sondern in extra dafür gefertigten Kupferkannen in Wasser aufgekocht. Zwar bleibt der Kaffeesatz oft zwischen den Zähnen hängen, doch das nimmt man hier gerne in Kauf.

Auch dieses Jahr erhielt Vučko Unterstützung von Snjezana, die einige Jahre in Deutschland lebte und ohne die er völlig aufgeschmissen wäre. Aufgrund dessen, dass er schon lange im schönen Sauerland lebt, ist seine Muttersprache etwas eingerostet. Mit der Hilfe von Schneewittchen (Snjezana auf Deutsch) kann er sich jedoch wieder sehr gut mit den Dorfbewohnern unterhalten und sich über die Vorkommnisse des vergangenen Jahres austauschen.

Vučkos gute Freunde Drago und Róza erhielten natürlich auch dieses Jahr eine kleine Aufmerksamkeit. Drago freute sich besonders über das Werkzeug und die Winterkleidung, da viele dieser Dinge auf seiner Wunschliste standen. Die Kosmetika und Weihnachtsdeko zauberten auch Róza ein Lächeln ins Gesicht. Sie bedankten sich mit frischer, hausgemachter Wurst und selbstgebranntem Sliwowitz. Leider konnte Vucko das Geschenk für Dragos Mutter nicht abgeben, da diese im März friedlich eingeschlafen ist.

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Aufgrund des hohen Durchschnittsalters des Dorfes sinkt die Zahl der Besuche jährlich. Unser Maskottchen freute sich auch auf Danica und Julca. Seit diesem Jahr leben sie jedoch in einem Altersheim und wir konnten sie leider nicht mehr besuchen. Jedoch lernte das Team um Vučko auch dieses Jahr neue Menschen kennen, die sich über das unerwartete Paket sehr gefreut haben.

Schon jetzt freuen sich sowohl Bewohner als auch die Mitglieder von BOW e.V. auf ein Wiedersehen im nächsten Winter.

 

 

In Orašje war Vučko total aufgeregt, weil er endlich seine ersten Geschenke verteilen durfte. Das Ziel war hier eine Kindertagesstätte für Kinder mit Behinderungen. In zwei Altersgruppen aufgeteilt und mit Hilfe der Betreuer vor Ort, können die Kinder dort schöne Stunden verbringen. Das Haus der Tagesstätte wurde mithilfe von Spendengeldern der japanischen Regierung 2015 fertiggestellt. Zusätzlich finanzierte die Drogeriemarkt-Kette “DM”, die in größeren bosnischen Städten weit verbreitet ist, noch einen besonderen Raum, der vor allem die Motorik schulen soll.

Nachdem gemeinsam mit allen Helfern die Geschenke in die Kindertagesstätte gebracht wurden, trudelten die Kinder langsam ein. Es kamen ungefähr 25 Kinder, die gespannt auf ihre Geschenke warteten. Alle anderen Pakete werden in den kommenden Tagen von den Betreuern an die restlichen Besucher verteilt.

Die Kinder hatten extra für ihr Lieblingsmaskottchen einige Ständchen vorbereitet, die sofort eine weihnachtliche Stimmung verbreiteten und Vučko etwas in Verlegenheit brachten. Nachdem der tosende Applaus verklungen war ging es dann auch richtig los und Vučko durfte sein erstes Geschenk überreichen. Jedes einzelne Kind strahlte über beide Ohren und freute sich sehr.
Ein Teil der Kinder konnte es dann natürlich nicht mehr abwarten. Sie wollten und durften dann endliche ihre Geschenke direkt vor Ort auspacken. Die kleinen Kinderaugen strahlten und der Wolf freute sich über die ausgelassene Stimmung. Trotz ihrer körperlichen und geistigen Behinderungen war jedem Kind die Freude und Dankbarkeit anzusehen.

Dennoch muss auch so mancher schwere Schicksalsschlägen verkraften. Zoran zum Beispiel verlor seinen Vater letztes und seine Mutter in diesem Jahr. Auch wenn es ihm schwer fiel, die Fröhlichkeit nach den letzen Monaten auszustrahlen, war er sehr froh über die Aufmerksamkeit und sein Geschenk.

Vučko führte wie jedes Jahr viele spannende Gespräche. Vor allem Armin, ein Betreuer der Tagesstätte sagte etwas, das das ganze Team sehr zum Nachdenken angeregte: “Die Kinder freuen sich so sehr über all diese Kleinigkeiten und selber denke ich oft, man brauche noch viel mehr um glücklich zu sein”. Auch das Team hat dies einmal wieder zum Nachdenken angeregt.

Für uns alle war es ein sehr gelungener Start in das diesjährige Projekt und er kann es gar nicht abwarten nächstes Jahr wieder zu kommen!

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Nun geht es nach einem kurzen Frühstück zum Zoll, um die Geschenke einzuführen. Dies ist eine ganze Menge Papierkram und Vučko ist froh, wenn er es hinter sich hat. Um 12 Uhr warten dann die ersten Kinder bereits auf die Übergabe der Päckchen. Dies liegt Vučko um einiges mehr, und er freut sich schon richtig wolfsmäßig.

Nach nicht einmal 13 Stunden Fahrt ist das Team gut in Bosnien angekommen. Jetzt wird geschlafen und Kraft getankt. Morgen werden dann die ersten Pakete an Kinder verteilt.

Auch Österreich liegt jetzt hinter Vučko. Mittlerweile ist die Sonne untergegangen und der Transporter kämpft sich durch die Dunkelheit. Natürlich kein Problem für unseren Wolf, der immer noch hellwach am Steuer sitzt.

UnbenanntVučko hat es geschafft. Nachdem er festgestellt hat, dass der Schlauch der Scheibenwischeranlage durchtrennt war, hat er mit Fingerspitzengefühl bewiesen was er kann. Mit einem Strohhalm von einem Milchdrink und etwas Klebeband war das Problem schnell gelöst. Was man mit Panzertape nicht alles machen kann!

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img_20171210_13240202048434411Servus, das Team meldet sich aus Österreich. Das erste Drittel ist also geschafft. Leider haben wir Probleme mit der Scheibenwischeranlage, aber unser Mechaniker Vučko wird sich später darum kümmern. Er kann es auf jeden Fall nicht abwarten, die ersten Geschenke zu verteilen.

 

 

 

 

 

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img_20171210_0838598-1916104976Vučko hat den ersten Stopp hinter sich gebracht. In Würzburg hat er eine Tankfüllung spendiert und steuert uns jetzt wieder sicher über die Autobahn.

 

 

 

 

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Vučko begibt sich mit seinem Team auf die alljährliche große Reise nach Bosnien, die er jetzt schon zum 10. Mal unter dem Motto Help and Solidarity (HandS) beschreitet. Trotz seines Winterschlafs hat er es geschafft, pünktlich aufzustehen und seine Reisegrupe in Richtung Balkan zu steuern.

Zu Beginn gilt es, sich durch den Schnee zu kämpfen. Aber die Straßen sind frei, er hofft auf eine gute Fahrt. Vučko hält euch natürlich auf dem Laufenden und freut sich auf alle freudigen Gesicht, die er treffen wird.

Pckchen-fr-Bosnien-1Am Dienstag haben wir  aus Kamen die schön weihnachtlich verpacken Päckchen abgeholt. Einige dortige Schulen unterstützen uns seit vielen Jahren bei unserem HandS-Transport nach Bosnien und Herzegowina. Wir haben es sehr genossen, uns bei einer Tasse Kaffee mit Pfarrer Wacker zu unterhalten. Abends haben wir die Päckchen dann in unserer “Packzentrale” in Hallenberg abgegeben.

mal-bosnien2016-177Ein neuer Pullover, ein Poster oder eine Packung Buntstifte: Das sind zwar nur kleine Geschenke, für die Kinder in Bosnien aber große Zeichen der Aufmerksamkeit. Manche von ihnen freuen sich das ganze Jahr über auf die Vorweihnachtszeit, wenn sie wieder einen kleinen Schuhkarton aus Deutschland bekommen.

Zum zehnten Mal starten Mitglieder des Vereins Building One World (BOW) daher wieder unter dem Motto HandS (Help and Solidarity) einen Transport nach Bosnien und Herzegowina. Rund 400 Kindern, behinderten Menschen und Senioren überbringen die Ehrenamtler ein ganz persönliches Weihnachtsgeschenk – mit dabei natürlich auch Maskottchen Vučko, ein kleiner Wolf.

Die Päckchen in der Größe eines Schuhkartons werden hauptsächlich von Schülern gepackt. Aus der Region sind die Grundschule Hallenberg, das Gymnasium Winterberg und das Berufskolleg in Bad Berleburg beteiligt. Weitere Päckchen kommen von zwei Schulen aus Kamen im Ruhrgebiet. Auch einige Einzelpersonen haben bereits ihre Unterstützung angekündigt. „Wir haben glücklicherweise wieder genug Freiwillige gefunden, die ein Päckchen packen wollen“, sagt BOW-Vorsitzender Sebastian Mörchen, der den Transport auch begleiten wird. „Die Hilfsbereitschaft der Menschen ist überwältigend. Viele beteiligen sich schon seit mehreren Jahren an unserer Aktion.“

Schüler, die zum wiederholten Male mitmachen, beschenken nach Möglichkeit wieder die gleiche Person. „So entstehen feste Partnerschaften und manchmal gibt es sogar eine Dankeskarte aus Bosnien“, sagt Mörchen. Das sei auch für die Kinder in Deutschland ein tolles Erlebnis.

Ziel des Transports, der in diesem Jahr bereits am zweiten Adventswochenende startet, sind mehrere Kinder- und Behindertenheime und ein kleines Dorf, in dem viele alleinstehende Senioren leben. Obwohl der Krieg in Bosnien schon über 20 Jahre zu Ende sei, leide das Land noch immer schwer an den Folgen, sagt Mörchen. „Die kleinen Geschenke  zeigen den Menschen, dass sie nicht vergessen sind.“ Der Verein wird von seiner Aktion und den Begegnungen in Bosnien wie gewohnt mit einem Live-Ticker auf seiner Homepage berichten.

Antworten rund um das Packen der Weihnachtspäckchen findest Du hier.

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2016

Vučko und sein Team haben sich inzwischen vom HandS-Transport erholt. Insgesamt 500 Geschenke haben Sie vor Weihnachten nach Bosnien und Herzegowina gebracht. Hier findet ihr die Bilder von der Aktion.

Bolivien

Vučko ist nach langer Fahrt endlich in Hallenberg angekommen. Jetzt heißt es erst mal ausruhen. Weitere Fotos vom HandS-Transport gibt es in den nächsten Tagen hier auf der Homepage.

Vučko ist wieder auf der Piste und nimmt die letzten 600 Kilometer in Angriff. 

Vucko und sein Team sind müde von der Rückreise und legen eine Übernachtung in der Nähe von Linz ein.

Vučko hat Kroatien und Slowenien durchquert und ist nun in Österreich, kurz vor Graz.

Vučko und sein Team starten von Sarajevo aus die Rückreise nach Deutschland. 1400 Kilometer liegen vor ihnen. Genug Zeit, um die schönen und rührenden Erlebnisse in Bosnien zu verarbeiten.

Ost-Sarajevo heißt der Teil der Stadt, in dem die orthodoxen Serben leben. Er liegt zwar im Südwesten, aber die Einwohner fühlen sich eher dem Osten, also Serbien und Russland zugehörig. Zum zweiten Mal hat Vučko dort eine orthodoxe Pfarrei besucht und 100 Geschenke an Kinder aus sozial schwachen Familien und behinderte Kinder übergeben. Die Aktion hat den Kindern so gut gefallen, dass sie im nächsten Jahr auch helfen wollen. Gemeinsam planen sie, Pakete für Kinder im Kosovo zu packen, denen es noch schlechter geht als den Bosniern.

Ein Auto-Poster für Anto, ein Kopftuch für Ivica und eine Wintermütze für die kleine Katarina: Auch für die 20 Kinder im Egipat-Heim in Sarajevo hat Vučko tolle Geschenke im Gepäck. Viel schöner ist aber noch, dass viel Zeit blieb, um mit den Kleinen herumzutollen. Am Ende wollte die kleine Melissa Vučko überhaupt nicht mehr loslassen. Der Abschied fiel schwer.


120 Kinder leben im Heim “Bjelave” in Sarajevo. Leider kann Vučko nicht alle persönlich besuchen. Mitarbeiter und einige Kinder haben die Pakete stellvertretend entgegengenommen.

Vučko hat ein ordentliches Frühstück bei den Schwestern in Vareš bekommen. Jetzt geht es in die bosnische Hauptstadt Sarajevo.

Als die Kinder in Vareš ein bosnisches Weihnachtslied anstimmen, kommen Vučko die Tränen. 23 Kinder leben hier im Heim, sie halten zusammen wie eine Familie. Schon seit Wochen haben sie sich auf die Weihnachtsgeschenke aus Deutschland gefreut. Heute ist es endlich soweit. Vor Freude musste auch manches der Kinder weinen.

Freude bei den beiden Kleinsten: Antonio und Zeljana mit Heimleiterin Schwester Snjezana sowie Vučko, Peter und Sebastian.

Mit strahlenden Augen nimmt Mario sein Päckchen entgegen.

Los geht’s: Auspacken.

Für Jelena (r.) gibt es ein neues Kleid. Passt perfekt.

Warme Socken für den kalten Winter kann Davor gut gebrauchen.

Besonders beliebt in diesem Jahr: Fan-Artikel von den Minions.

Nur kurzer Besuch in der Behinderten-Tagesstätte “Leptir” (Schmetterling): Vucko hat die Geschenke an die Mitarbeiter übergeben. Die rund 150 Besucher bekommen ihre Geschenke auf einer gemeinsamen Weihnachtsfeier am 29. Dezember. Jetzt geht es weiter zu den Kindern in Vares.

Ein anstrengender Tag steht bevor: Nach drei Nächten in Orašje geht es für Vučko und seine Freunde heute in den Süden Bosniens. Vor ihnen liegen vier Stunden Fahrt nach Bugojno, wo die Besucher in der Behindertentagesstätte auf Geschenke warten. Weitere drei Stunden Fahrt trennen das Team dann vom Kinderheim in Vareš, wo heute Abend die Bescherung stattfinden soll.

DSC_9582Als Vučko das Päckchen bei Mara (Foto, rechts) auf den Wohnzimmertisch stellt, fängt die alte Frau an zu weinen. Sie muss an Weihnachten denken, das Fest der Familie, das sie auch in diesem Jahr ganz allein verbringen muss. Ihre Kinder sind über ganz Europa verstreut, haben ihre eigenen Familien, müssen arbeiten. Ihr Mann ist schon seit vielen Jahren tot. Die Seniorin ringt um Fassung. Schließlich kommt ihr doch ein Lächeln über die Lippen, als sie in Vučkos Knopfaugen blickt.

So wie Mara geht es vielen alten Menschen in dem 1000-Einwohner-Dorf Srednja Slatina. Früher gab es dort eine intakte Dorfgemeinschaft mit vielen Festen, die Kirche war der Lebensmittelpunkt. Doch der Krieg vor 20 Jahren hat alles verändert: Heute sind die Straßen verlassen, zur Messe kommt nur noch eine Hand voll Leute. Die meisten Einwohner sind alt und alleinstehend.

Auch Snježana, Mitte 50, die gut Deutsch spricht und Vučko  auf seiner Tour durch das Dorf begleitet, ist traurig über die Entwicklung. Ilka, eine alte Dame, die Vučko viele Jahre lang besucht hat, sei letzten Monat gestorben, berichtet sie. Auch Pero lebe nicht mehr. “Wieder zwei weniger.” Gibt es denn keine Kinder im Dorf? Snježana muss überlegen. “Doch zwei Kinder gibt es”, sagt sie und wechselt das Thema.

DSC_9583Dennoch ist die Freude groß, wenn Vučko die alten Leute besucht und seine Weihnachtspakete verteilt. Danica (85) richtet sofort den Tisch für die Gäste her. Auf ihren Stock gestützt eilt sie in die Küche und holt Plätzchen und Saft hervor. “Könnt ihr in Deutschland keine Arbeit für mich finden?”, scherzt sie. “Was können Sie denn arbeiten?” – “Egal, ich arbeite überall, wo ich gebraucht werde.” (Foto von links: Sebastian, Vučko, Danica, Peter und Snježana)

DSC_9584An Vučkos letzter Station ist schließlich fast gar nichts mehr von Trauer und Depression zu spüren. Schweinebauer Drago – mit Ende 40 einer der Jüngsten im Dorf – lässt sich nicht unterkriegen. Gemeinsam mit seiner Frau Róža (Foto beim Tanz mit einem Welpen) und seiner Mutter Katarina lebt er in einem Haus, das er selbst vor zehn Jahren erbaut hat und das immer noch nicht fertig ist. Schon von Weitem ist das Gebell der Hundewelpen zu hören, die sich im Garten tummeln. Dazwischen laufen Hühner und Gänse. Der Schweinestall ist gerade leer, vor Kurzem wurde geschlachtet, neue Schweine gibt`s erst im Frühjahr.

Drago freut sich, als er Vučko sieht, hat den vorweihnachtlichen Besuch schon erwartet. Sofort plündert er die Speisekammer, seine Frau brät die frisch geschlachtete Wurst in der Pfanne an und serviert eingelegtes Gemüse dazu. Beide freuen sich über die Geschenke, die Vučko im Gepäck hat, aber sie möchten etwas zurückgeben. Beim Essen erzählt Drago von den Ereignissen des vergangenen Jahres, vom Neubau des Schweinestalls, vom Schlachtefest, von einem riesigen Fisch, den er gefangen hat… “Frohe Weihnachten”, wünscht er Vučko zum Abschied. “Und komm nächstes Jahr wieder!”

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Fotos: Drago freut sich über ein Maßband in seinem Paket, Mutter Katarina über einen Schal.

Gefällt euch unser Liveticker? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Kommentare in unserem Gästebuch. Ihr findet es oben im Menü.

…vertreibt Kummer und Sorgen. Deshalb stärkt sich Vučko jetzt erst einmal bei einer bosnischen Tasse Kaffee – bei dem der Kaffeesatz übrigens direkt in das heiße Wasser gegeben wird. Später soll es in das Dorf Srednja Slatina gehen, wo Vučko Geschenke an Senioren verteilt.

Endlich hat Vučko die ersten Geschenke in der Behindertentagesstätte in Orašje verteilt. Am meisten gefreut über sein Paket hat sich Igor Mijic (Foto oben links). Unten ein Gruppenfoto mit dem Vorsitzenden des Behinderten-Vereins Iljo Vuković (3. von rechts).

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Der Geschenketisch in der Behindertentagesstätte in Orašje ist hergerichtet. Um 16 Uhr kommen die Kinder. Vučko freut sich schon.

Eisige Kälte, dichter Nebel und der Geruch von Kohleöfen liegt in der Luft. Auch wenn das alles andere als angenehm ist, ist es doch schon ein Stück Heimat für Vučko. Es gehört eben zu Bosnien und Herzegowina dazu. “Was gibt’s Neues?”, ist wie immer eine der ersten Fragen, die er gestern Abend seinen bosnischen Freunden in der Stadt Orašje gestellt hat. Die Antwort ist immer gleich: “Nichts. Unser Land ist immer noch rückständig, nichts geht voran, nichts ändert sich.”

Dennoch: Wenn Vučko genau hinschaut, erkennt er doch einige Veränderungen. Eine Tankstelle, die lange geschlossen war, ist wieder geöffnet, neue Häuser wurden gebaut, am Grenzübergang zwischen Orašje und der kroatischen Nachbarstadt Županja laufen Renovierungsarbeiten. Schließlich rücken auch die Bosnier mit einer großen Neuigkeit raus: Die Behinderten-Tagesstätte in Orasje ist in ein nagelneues Gebäude eingezogen – mit viel größeren und moderneren Räumen als zuvor. Neue Mitarbeiter wurden eingestellt. Gesponsert wurde das Ganze von der japanischen Regierung, die in Bosnien Entwicklungshilfe leistet. Ein tolles Projekt. Vučko ist schon ganz gespannt darauf, heute den Neubau zu besichtigen.

Jetzt stärkt er sich erst einmal  bei Weißbrot und einer Tasse Kaffee und bereitet sich auf die Aufgaben vor, die in den nächsten Tagen auf ihn warten.

Vučko und seine Freunde sind nach langer Reise in Orašje angekommen. Auch wenn sie todmüde sind, freuen sie sich ihre bosnischen Freunde wieder zu treffen.

Bei bestem Wetter genießt Vučko das Bergpanorama.

Nun ist das Vierer-Team komplett. Es liegen jetzt nur noch grob 800km zwischen München und der bosnischen Grenze.

Nach gut acht Stunden Fahrt ist Vučko gut in München angekommen und muss sich erstmal stärken. Hier wird er bei seiner Freundin Sandra übernachten, bevor es morgen früh ausgeschlafen weitergeht.




Los geht’s: Unser Transport nach Bosnien ist gestartet. Maskottchen Vučko ist schon ganz aufgeregt. Begleitet wir er von Peter und Michael.

​https://m.youtube.com/watch?v=Hb7zDiAHjQY

2015

500 Päckchen – von vielen fleißigen Helfern gepackt – haben wir kurz vor Weihnachten nach Bosnien und Herzegowina gebracht. Welchen Weg die Geschenke genommen haben und wie sie bei den Empfängern angekommen sind, zeigen wir bei einem Foto-Vortrag. Er findet am Samstag, 23. Januar, um 14 Uhr im Nikoläum in Hallenberg statt (Merklinghauser Straße, neben der Unterkirche).

In diesem Jahr wird es keine eigenen Vorträge in den teilnehmenden Schulen geben. Schüler und ihre Eltern sind daher ebenfalls zu dem Nachmittag im Nikoläum eingeladen.

Die Bildergalerie des Weihnachtstransportes 2015 in nun online. Klicke auf die Bilder um dort hinzugelangen.

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2015-12-24 11.45.14-1Alle Päckchen in Bosnien sind verteilt und auch die Flüchtlingskinder in Hallenberg haben dank der Mithilfe der Firmlinge Weihnachtsgeschenke erhalten: Nun kann auch für Vucko das Fest kommen. Allen unseren Freunden und Mitgliedern, unseren Spendern und Helfern, den Lesern unserer Homepage und unseres Live-Tickers und nicht zuletzt allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in den Projekten unseres Vereins auf der ganzen Welt wünschen wir Gottes Segen und ein frohes Weihnachtsfest.

Wem zwischen den Tagen langweilig wird, der sollte ruhig noch einmal auf diese Homepage schauen: In Kürze werden wir weitere Fotos von unserem Bosnien-Transport hochladen.

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Andere machen Weihnachtsputz, Vučko reinigt heute Bulli und Anhänger. Und nebenbei muss er noch die Überbleibsel vom Reiseproviant, die Geschenke seiner bosnischen Freunde und alles, was seine Mitfahrer im Auto vergessen haben, sortieren. Noch kann sich der Wolf also nicht auf die faule Haut legen.

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Endlich geschafft: Vučko und Team sind in Hallenberg angekommen und fallen nun todmüde ins Bett.

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In Marburg verabschiedet sich Vučko von Bali. Er fährt von dort aus weiter in seine Heimat Kreuztal.

In Passau sind Vučko und das Team über die Grenze gefahren. Es gab einen Kontrollposten, aber wir wurden durchgewunken. Auch an den anderen Grenzen, die wir passiert haben, gab es keine besonderen Kontrollen. Flüchtlinge haben wir auf unserer Route keine gesehen.

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Beim guten Essen in Bosnien hat Vučko kräftig zugelegt. Um seinen Körper wieder in Form zu bringen, trainiert er auf der Autofahrt seine Muckies.

Nach einem schönen Abend in Zagreb freuen sich Vučko und das Team auf die Heimat. Eben sind sie losgefahren und müssen sich nun erst einmal durch das Verkehrschaos in Zagreb wühlen. 1000 km liegen vor ihnen.

…in Zagreb. Jetzt muss Vučko erstmal ein Hostel suchen.

Das Team hat gerade die bosnisch-kroatische Grenze passiert. Nach einigen Mimuten Wartezeit können Sie ihre Reise gen Zagreb problemlos fortsetzen – jetzt auch endlich wieder auf einer Autobahn.

Es geht Richtung Heimat – aber noch nicht ganz. Vučko und das Team treten die Rückreise an, wollen aber in Zagreb einen Zwischenstopp einlegen, sich die kroatische Hauptstadt anschauen und dort übernachten.

Die Pakete sind verteilt, die Mission ist erfüllt, alles ist gut gegangen. Heute Morgen haben Vučko und das Team mit den Mitarbeitern des Jugendhauses eine Messe gefeiert und danke gesagt für die vielen glücklichen Kinder, die guten Erfahrungen und die Gastfreundschaft unserer bosnischen Partner.

Vučko und das Team stärken sich beim Sonntagsfrühstück für ihre letzte offizielle Aufgabe: Gleich wollen sie Kinder einer serbisch-orthodoxen Pfarrei besuchen. Es ist das erste Mal, dass Building One World dort zu Gast ist. Weil die Orthodoxen einen anderen Kalender haben und gestern das Nikolausfest gefeiert haben, passt der Besuch heute sehr gut. Wir sind gespannt.

 

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“Sarajevo ist wie eine Zeitleiste”, sagt Stadtführer Neno, mit dem sich das HandS-Team heute auf die Spuren der Geschichte Sarajevos begeben hat. Was er meinte, wurde beim Stadtrundgang schnell klar: Die Gebäude im Osten der Stadt stammen aus der Zeit, als Sarajevo zum osmanischen Reich gehörte (15. Jahrhundert bis 1878). Weiter im Westen sieht es aus wie in Wien: Dort haben die Österreicher (1878-1918) ihre Spuren hinterlassen. Und was dahinter kommt bezeichnet Neno als das “neue, hässliche” Sarajevo: Plattenbauten und Hochhäuser sind die Denkmäler der Neuzeit. Krieg und Zerstörung ist in allen drei Teilen gegenwärtig – nicht nur der letzte Bosnienkrieg (1992-95), sondern auch der zweite Weltkrieg, an den die ewige Flamme im Stadtzentrum (Foto) erinnert. Dem HandS-Team hat die Führung geholfen, nicht nur die bosnische Geschichte, sondern auch Kultur und Mentalität besser zu verstehen.

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Im Bjelave-Heim wohnen 120 Kinder, da schafft es selbst Energiebündel Vučko nicht, alle persönlich zu besuchen. Diesmal hat Vučko überwiegend die älteren Bewohner (16-18) getroffen (Foto links). Naturgemäß geht es dort nicht ganz so emotional zu wie bei den Kleinen. Trotzdem haben sich die Jugendlichen natürlich über ihre Geschenke gefreut und sich auf Englisch oder manche sogar auf Deutsch bei Vučko und seinem Team bedankt. Der Direktor des Heims (auf dem Gruppenfoto unten in der Mitte) hat einen Kaffee für die Besucher aus Deutschland spendiert und sich für die langjährige Treue bedankt.

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Auch das Egipat-Heim hat Zuwachs bekommen: Die beiden Geschwister Melisa (6, Foto rechts) und Omer (8, Foto links) sind in diesem Jahr eingezogen. Ihr Vater ist gestorben, ihre Mutter kam mit den beiden nicht klar. Nun ist die Egipat-Gemeinschaft ihre neue Familie.

DSC_5601Familie ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Die älteren Kinder kümmern sich rührend um die kleineren, besonders um Nesthäkchen Katarina (2). Die hat sich besonders über die Zahnbürste in ihrem Paket gefreut und wollte mit dem Zähneputzen gar nicht mehr aufhören.

DSC_5602Ein Mädchen konnte sein Glück kaum begreifen: Beim Anblick eines One Direction-Posters wäre sie am liebsten an die Decke gesprungen.

DSC_5604Und Vučko? – Der ist beim Besuch im Egipat-Heim zum Borussia-Dortmund-Fan geworden. Marko (14) hat ihm vom schwarz-gelben Fußball-Club überzeugt und gleich mal das entsprechende Trikot übergezogen.

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Heute haben Vučko und Team den 120 Kindern im Bjelave-Heim ihre Geschenke gebracht. Die Kinder haben gesungen und ihre Handarbeiten aus einem Töpferworkshop gezeigt. Leider haben wir immer noch kein gutes Internet und können erst später Fotos hochladen.

Jetzt hat Vučko erstmal Freizeit und macht einen Spaziergang durch die erleuchtete Altstadt von Sarajevo.

Drei Stunden haben Vučko und das Team mit den Kindern aus dem Egipat-Heim in Sarajevo getobt und gespielt. Die Freude über den Besuch aus Deutschland war groß, die Pakete sorgten für strahlende Augen – zum Beispiel bei den beiden Brüdern Marco (links) und Ivica auf unserem Foto. Marco fand besonders das Poster von seinem Namensvetter und Vorbild Marco Reuß ganz toll. Mehr Fotos und Geschichten gibt es, wenn wir besseres Netz haben.

Das Team ist in Sarajevo angekommen und hat sein Quartier bezogen. Für Vučko und das Team ist es eine besondere Ehre, dass sie die ersten Gäste sind, die im neugebauten Jugendzentrum der katholischen Diözese übernachten dürfen.

Vučko und das Team sind schon wieder on tour. Eben haben sie sich auf den knapp zweistündigen Weg in die bosnische Hauptstadt Sarajevo gemacht. Verfolgt die Route im Live-Tracker.

 

DSC_5307Das Kinderheim in Vareš hat Zuwachs bekommen: Die sechsjährige Zeljana (Foto rechts) ist vor einigen Monaten neu eingezogen. Noch ist sie etwas schüchtern, aber sie hat sich schon gut mit den anderen Bewohnern angefreundet. Zusammen mit Antonio (5) und Mario (7) gehört sie zu den Youngsters.

 

Die meisten Kinder aus diesem Heim haben in ihrem kurzen Leben schon viel Schlimmes erlebt. Sie stammen aus Familien, die nicht in der Lage sind, sich um ihren Nachwuchs zu kümmern, sei es, weil die Eltern psychische Probleme infolge des Krieges haben, alkoholkrank sind oder im Gefängnis sitzen. Zum Glück sieht man den Kindern diese schweren Schicksale nicht an. Sie machen einen glücklichen und zufriedenen Eindruck. Die Schwestern, die sich im Heim um sie kümmern, sind für sie wie Eltern.

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Kein Halten gab es natürlich bei der Bescherung. Ausnahmslos alle Kinder haben tolle Geschenke bekommen, über die sie sich unheimlich gefreut haben. Davor (8) hat´stundenlang mit dem aufziehbaren Auto aus seinem Paket gespielt, Zeljana mochte besonders die vielen Buntstifte, die sie bekommen hat und Tome (13) war begeistert von den Süßigkeiten (“Was wäre das Leben ohne Schokolade?”).

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Antonio hat mit Pascal zusammen seine Star Wars-Lego-Figur zusammengebaut. Am liebsten hätte er sie danach wieder auseinandergenommen und noch einmal von vorne angefangen – weil es so viel Spaß macht. Zum Abschied hat Antonio geweint.

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Noch bis abends um halb zehn haben Vučko (der sich heute nicht gekämmt hatte und deshalb etwas Foto-scheu war) und das Team mit den Kindern zusammengesessen, gesungen, gespielt und gelacht. Die älteren Mädels haben einen Tanz aufgeführt.

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Einige Kinder – wie hier Emanuela (13) – haben für ihre deutschen Freunde eine Dankes-Karte geschrieben. Vučko und das Team werden sie natürlich mit nach Deutschland bringen.

Von Bugojno geht es erst ins Tal und dann wieder in die Berge nach Vareš: Nach der Ankunft hat das Team die bekannten Gesichter im Kinderheim Mala škola (Kleine Schule) begrüßt. Nach einem kurzen Erfrischungs-Trunk und einem Plausch mit den Schwestern ist nun die Bescherung an der Reihe.

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Auf dem Weg von Bugojno nach Vareš fährt das Team über eine traumhafte Bergstrecke. Vučko nutzt eine Pause für ein eiskaltes Bad im Schnee.

In Bugojno hat Vučko Verstärkung bekommen: Der Weihnachtsmann half ihm, die Pakete zu verteilen. Die Besucher der Behindertentagesstätte haben sich mächtig gefreut, wie zum Beispiel Dino, der auf unserem Foto zu sehen ist. Zum Dank haben unsere Freunde eine Urkunde vorbereitet, die sie uns übergeben haben.

Natürlich muss Vučko auch die bosnische Küche probieren. Heute gab es Baklava zum Dessert, eine Art Kuchen aus Walnüssen, Lemon und karamellisiertem Zucker. Sehr süß! Mmmmmhhh!

Vučko hat es geschafft: Nach Insgesamt sechs Stunden Fahrt ist er in der Gebirgsstadt Bugojno angekommen. Weil die Bescherung der Kinder erst morgen ansteht, kann Vučko sich erst einmal ausruhen und sich auf der Heizung aufwärmen. Beim Anblick des Schnees, der hier liegt, ist ihm richtig kalt geworden.


Auf dem Weg nach Bugojno hat Vučko seinen alten Freund Ilja getroffen. Ilja war früher Pfarrer in Srednja Slatina und arbeitet jetzt in einer kleinen Pfarrei in der Nähe von Maglaj. Für einige Kinder und alte Menschen hat Vučko ihm Spielzeug und Kleidung dagelassen.

In Orasje ist die Mission abgeschlossen. Jetzt geht es weiter nach Bugojno.

Traurige Neuigkeiten aus Srednja Slatina, dem Dorf, das Vucko und Team schon seit vielen Jahren besuchen: Róza, eine ältere Dame, ist vor einigen Wochen gestorben und auch die beiden Schwestern, die in einem einsamen Haus lebten, sind tot. Snjezana, unsere Übersetzerin, hat uns deshalb geholfen, einige neue Leute zu finden, denen wir eine Freude machen können.

mal-bosnien-011Da war zum Beispiel Julka, 84 Jahre (Foto links). Sie hat eine Zeit lang in Deutschland gearbeitet und hat sich deshalb gefreut, uns zu treffen und ein paar Worte Deutsch zu reden. Sie war nicht verheiratet und lebt nun allein in dem kleinen Dorf.

 

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Viel Spaß hatte Vucko bei Markica, dessen Schwein ihn kräftig beeindruckt hat.

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Nicht so witzig fand der Wolf den Besuch bei Mato. Der ist Jäger und hat zum Glück nur zum Spaß mit seiner Flinte auf Vucko gezielt.

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Nicht fehlen durfte natürlich der Besuch bei Schweinebauer Drago und seiner Frau Roza, die Vucko schon seit Jahren kennt. Wir hatten ein Paket mit Schraubenschlüssel und anderem Werkzeug für den Heimwerker im Gepäck. Das hat ihn mächtig gefreut. Zur Belohnung gab es wie immer selbstgemachte Wurst, Salat und Kuchen.

Vučko hatte einen sehr schönen Tag in Sredjna Slatina. Er hat auch einige neue Freunde kennen gelernt. Mehr Fotos gibt es später. 

Nach einigen Kilometern auf holprigen und teils engen Wegen ist das Team nun in Slatina angekommen. Zusammen mit Übersetzerim Snježana, werden Vučko und das Team nun ältere Menschen in diesem Ort besuchen.

Der Weg nach Srednja Slatina ist sehr schlecht ausgeschildert. Mit Hilfe des Varta Schilds findet Vučko immer den Weg. Dort muss die Gruppe rechts abbiegen.

Heute sitzt Vučko mal auf dem Rücksitz und passt auf, dass Michael den richtigen Weg nach Srednja Slatina findet.

mal-bosnien-008mal-bosnien-009Endlich ist er wieder in seinem Element: Maskottchen Vučko hat heute die ersten Geschenke an die Kinder der Behindertentagesstätte in Orašje verteilt. Trotz Glatteis und Nebel haben sich viele Besucher der Tagesstätte auf den Weg gemacht um die Pakete von ihren Freunden aus Deutschland entgegenzunehmen. “Die Kinder fragen das ganze Jahr, ob die Deutschen wieder mit den Geschenken kommen”, erzählt Erzieher Edo. Jetzt war es endlich soweit und die Freude stand vielen ins Gesicht geschrieben.

mal-bosnien-010Ganz nebenbei durften Vučko und Team noch die neuen Räume des Behindertenvereins besichtigen. Dank finanzieller Unterstützung der japanischen (!) Regierung hat der Verein ein neues Gebäude für die Tagesstätte errichtet – viel größer als das alte. Noch ist es nicht bezugsfertig. Doch im nächsten Jahr kann hoffentlich die Geschenkeübergabe dort stattfinden.


Vučko und Fabian müssen ihren Spieltrieb ausleben und vertreiben sich die Zeit bis zur Bescherung mit Schlittenfahren. Das geht im Moment allerdings nur im Einkaufszentrum: Das bosnische Wetter ist im Moment mit bis zu 13 Grad verhältnismäßig mild. Nachts gibt es allerdings Frost.

Heute Mittag hieß es nochmal: Papierkram erledigen. Der Zoll hat unseren Transport überprüft und uns schließlich mit dem Anhänger mit den Geschenken einreisen lassen. Jetzt steht Vučkos Mission nichts mehr im Wege. Heute Abend will er die ersten Geschenke in der Behindertentagesstätte von Orašje verteilen.

Vučko und Team haben gut geschlafen und nutzen das sonnige Wetter in Orašje für einen kleinen Spaziergang. Unsrem Maskottchen gefällt besonders der Blick auf die Save, der Grenzfluss zwischen Bosnien und Kroatien.

Nun gibt es für Vučko Papierkram zu erledigen, während der Rest der Bande bereits auf der Rückbank schläft. Denn die ganzen Geschenke verlassen nun Kroatien und damit auch die EU. Nun sind also die Ausfuhrpapiere dran bevor am Montagmorgen die offizielle Wareneinfuhr nach Bosnien-Herzegowina dran ist. Jetzt werden also fleißig Stempel gesammelt.

Nach einem kleinen Stop in Zagreb gehen Vučko und Team in den Endspurt. Bei teils dichtem Nebel ziehen sich die letzten Kilometer durch Kroatien. Aber in etwa einer Stunde sollte das Ziel, die bosnische Stadt Orašje, erreicht sein.

Nach Deutschland und Österreich das dritte Land für heute: Vučko und Team haben die slowenische Grenze passiert.

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Kurz vor der deutsch-österreichischen Grenze ist das Licht endlich perfekt für ein kleines Foto-Shooting. Also BOW-Mützen raus, modische Jogginghosen anlegen und schon kann`s losgehen. Mit Vučko sind unterwegs: Charlotte Lueb aus Grönebach, Pascal Lefarth aus Medelon, Fabian Tausch aus Liesen, Sabrina Klassen aus Leopoldshöhe und Bali Kayali aus Kreuztal (von links). Auf dem Bild fehlt: Michael Althaus. Hinten seht ihr unser Gespann mit Bulli von der Kirchengemeinde Itzehoe und Anhänger vom Musikverein Liesen. Vučko setzt sich jetzt wieder ans Steuer und nimmt Kurs auf Graz.

Vučko kommt wieder zu Kräften. Er freut sich auf ein Wiedersehen mit seinen bosnischen Freunden. Während seine 6 Mitfahrer noch schlafen, sitzt Vučko am Steuer und fährt die 1200 km nach Bosnien. Verfolgt unsere Reise in dem GPS Tracker.

mal-bosnien-007Es ist soweit, nach vielem Hin- und Herpacken, drei Kilometern Geschenkpapier und Tesafilm, mit dem man die Strecke von hier bis nach Bosnien abkleben könnte, sind alle Geschenke in Kisten verpackt und sicher im Anhänger gestapelt. Morgen früh um sechs geht`s los. Dann melden wir uns wieder hier. Vučko und Team sagen “Gute Nacht!”

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Mitten in all dem Trubel hat uns noch eine Spende erreicht: Firma Althaus aus Liesen spendete 1111 Euro zur Unterstützung unseres Transports, Geschäftsführer Lukas Althaus überbrachte den Betrag. Mit diesem Geld finanzieren wir hauptsächlich die Fahrtkosten.Firma Althaus sowie allen Spendern, die uns auch in diesem Jahr wieder kräftig unterstützt haben, ein herzliches Dankeschön!

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Unser Maskottchen ist nach langem Sommerschlaf aufgewacht: Vučko, der Wolf, wird auch dieses Jahr über den HandS-Transport nach Bosnien wachen und dafür sorgen, dass alle Päckchen am Ziel ankommen. Max, bei dem er das Jahr über gewohnt hat, hat ihn gerade vorbeigebracht. Noch ist er etwas müde und zerknirscht, aber wir werden ihn schon aufpäppeln.

2014

20141223_133653…in der Heimat. Nach knapp 23-stündiger Fahrt sind Vučko und sein Team wieder im Sauerland angekommen – gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest. Nach den vielen kleinen Bescherungen in Bosnien freuen sie sich jetzt auf die Feiern im Kreise der Familie. Sie bedanken sich bei allen Unterstützern, Spendern und Förderern des HandS-Transports 2014 und wünschen allen frohe Weihnachten. Nach den Feiertagen gibt es hier weitere Bilder und Erfahrungsberichte. Wer also in den letzten Tagen des Jahres Langeweile hat, darf hier gerne noch einmal vorbeischauen.

Die Sonne ist zwar noch nicht aufgegangen, doch Vučko ist schon seit einigen Stunden hellwach – und hat soeben auf der Rückfahrt ins Sauerland die deutsche Grenze passiert.

_DSC1525Angekommen in Belgrad: ja, Unterkunft für die Nacht: nein – das ist der Haken an der Spontanfahrt in die Zwei-Millionen-Metropole. Doch nach kurzer Suche haben wir eine gute und günstige Bleibe in Nähe des Stadtzentrums gefunden, das Hedonisten-Hostel. Dessen Name ist unser Programm und so schlendern wir bestens gelaunt durch die Innenstadt und gönnen uns serbische Spezialitäten mit Live-Musik in einem Restaurant – natürlich auf eigene Kosten, schließlich ist der Abstecher nach Belgrad unser Privatvergnügen, für den wir selber aufkommen. Das gilt auch für die anfallenden zusätzlichen Spritkosten. Spenden werden für diesen Extra-Ausflug selbstverständlich nicht verwandt.

Bei unserem Rundgang merken wir schnell, dass Belgrad eine moderne und pulsierende Stadt ist, die es durchaus mit westeuropäischen Metropolen aufnehmen kann. Das bestätigt auch unser Guide Mira, die uns drei Stunden lang durch Belgrad führt. Im kommenden Jahr zählt Belgrad nach Angaben eines großen Reiseanbieters zu den 15 am besuchenswertesten Städten der Welt. Davon kann Sarajevo hingegen nur träumen. Ob Gebäude, öffentliche Verkehrsmittel oder Fußgängerzone – der Unterschied zwischen den beiden Hauptstädten ist nicht zu übersehen. Dafür schmeckt uns bosnisches Cevapcici besser als serbisches Rindfleisch. Mit diesen Eindrücken begeben wir uns auf die Rückreise nach Deutschland.

HINWEIS: Der Ausflug nach Belgrad war eine private Initiative der Mitfahrer der Bosnien-Aktion. Die Finanzierung der zusätzlichen Reisekosten und Übernachtungen erfolgte NICHT aus Spendengeldern oder der Vereinskasse sondern aus eigener Tasche.

Die Geschenke sind verteilt, die Srebrenica-Exkursion vorbei – doch nach Hause will noch niemand von uns. Was also tun? Wir entscheiden uns für einen Besuch der serbischen Hauptstadt Belgrad.

_DSC1518Auf dem Weg dorthin lernen wir einen zum Spaßen aufgelegten serbischen Zollbeamten kennen, der uns mit seiner lockeren Art zum Lachen bringt. Und wir bekommen Verstärkung: Rebecca und Teresa (Foto), zwei spanische Tramperinnen, begleiten uns für einige Stunden bis nach Belgrad.

Sie haben beide fünf Monate lang als Freiwillige in einer Hilfsorganisation gearbeitet und wollen durch Südosteuropa trampen. Am 6. Januar soll es für sie zurück nach Spanien gehen.

 

HINWEIS: Der Ausflug nach Belgrad war eine private Initiative der Mitfahrer der Bosnien-Aktion. Die Finanzierung der zusätzlichen Reisekosten und Übernachtungen erfolgte NICHT aus Spendengeldern oder der Vereinskasse sondern aus eigener Tasche.

DSC_0593Weiße Grabpfeiler reihen sich aneinander, fast soweit das Auge reicht. Jeder einzelne ist mit einer Inschrift versehen und einem der über 8000 Bosniaken gewidmet, die im Juli 1995 in der Nähe von bewaffneten Serben systematisch ermordet und in Massengräbern verbuddelt wurden.

Die muslimischen Bosnier in der Grenzregion zum heutigen Serbien sollten ausgerottet werden, um einem rein serbischem Nationalstaat nicht im Wege zu stehen. Es gilt als schlimmste menschliche Gräueltat Europas seit Ende des 2. Weltkrieges.

Auf einer halbrunden Tafel sind alle Namen der Toten mit Geburtsjahr eingraviert. Wir sind die einzigen Besucher auf dem umzäunten Gelände, das von zwei Polizisten dauerhaft bewacht wird. Von ihnen erfahren wir, dass es auf der gegenüberliegenden Straßenseite eine Ausstellung zu dem Massaker von Srebrenica gibt.

Kaputte Scheiben, Kabel hängen aus der Decke, graue Betonwände – in einer völlig heruntergekommenen ehemaligen Autobatteriefabrikhalle informiert rund ein Dutzend DSC_0585Fotos und Texte auf Bosnisch und Englisch in groben Zügen über das Massaker und dessen Hintergründe. Einige Bilder sind nicht mehr richtig zu erkennen, weil sie von Schimmel befallen sind.

Ansprechpartner vor Ort? Dokumente von Zeitzeugen? Fehlanzeige. Einem solch grauenvollen Ereignis historischen Ausmaßes und den umgebrachten Bosniaken sowie deren Angehörigen wird dies in keinster Weise auch nur annähernd gerecht.

 

HINWEIS: Der Ausflug nach Srebrenica war eine private Initiative der Mitfahrer der Bosnien-Aktion. Die Finanzierung der zusätzlichen Reisekosten und Übernachtungen erfolgte NICHT aus Spendengeldern oder der Vereinskasse sondern aus eigener Tasche.

DSC_0454Nach knapp drei Tagen in der bosnischen Hauptstadt heißt es für Vučko Abschiednehmen. Heute Morgen sind seine sechs Begleiter Richtung Srebenica aufgebrochen, wo im Juli 1995 serbische Streitkräfte einen Völkermord begingen.

Beim letzten Besuch dieses Jahr gab es für Vučko eine Premiere: Er war zum ersten Mal im Internat Mjedenica zu Gast. Dort leben und lernen 52 Kinder zwischen sechs und 18 Jahren mit geistiger Behinderung oder Lernschwächen. Spätestens als Vučko die Geschenke verteilte, gab es bei den Kindern kein Halten mehr. Dafür umso mehr strahlende Gesichter. Ob Sonnenbrille, Pullover oder Duschgel – stolz haben sie Vučko, den Erziehern und den übrigen Kindern ihre Geschenke präsentiert. “Ich habe die Kinder selten so glücklich gesehen”, sagt Julia, eine deutsche Freiwilligendienstlerin. Über ein solches Lob freut sich Vučko sehr. Und wünscht an dieser Stelle allen beschenkten Personen fröhliche Weihnachten.

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Vom Ruf des Muezzinn geweckt beginnt Vučko den neuen Tag mit seiner Morgendusche. Beim Frühstück stärkt er sich gleich für seine letzte Station, die er heute besuchen will: das Internat Mjedenica.

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Große Kinderaugen sah Vučko im Heim Bjelave, in dem über 100 Kinder untergebracht sind. Sie sind jeweils in einzelne Gruppen aufgeteilt, in denen sie mit 10 bis 15 Kindern zusammenleben.

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Wer unsere HandS-Transport in den letzten Jahren verfolgt hat, der kennt bereits den dreijährigen Viktor (Foto links), den Vučko besonders in sein Herz geschlossen hat. Er ist inzwischen ein munteres Kerlchen geworden, das Laufen gelernt hat. Mit großer Neugier probierte er sein neues Feuerwehrauto aus. Besonders rührend: Eine Tüte Haribo aus seinem Paket riss er sogleich auf, um die Süßigkeiten dann an die anderen Kinder zu verteilen.

 

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Vučko und sein Team haben knapp 100 Kinder im Heim Bjelave beschenkt. Fotos gibt’s später.

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Für Vučko ist es schon fast Routine, die bosnischen Kinder zu bescheren, und doch ist es jedes Mal etwas Besonderes. So auch heute im familiären Kinderheim Egipat mit knapp 20 kleinen Bewohnern. Ausnahmslos alle Kinder waren mit ihren Geschenken zufrieden, ob Mütze oder Fußballposter, ob Buntstifte oder Duschgel.

Die kleinste in der Gemeinschaft, die einjährige Katarina (Foto unten), schaute ob der vielen Besucher zwar etwas skeptisch, war aber doch mit Mütze und Teddybär mehr als zufrieden. Auf ihrem Lätzchen steht übrigens auf Kroatisch: “Wenn Du einen Kuss willst, dann gib mir Schokolade.”

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Eben angekommen in Sarajevo, plündert Vučko die Essensvorräte. Bei sonnigem Wetter will er jetzt ein bisschen die bosnische Hauptstadt erkunden. Er hofft, dass er nachher noch einige Kinder im Heim Egipat treffen kann.

 

 

 

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Vučko und seine Freunde machen sich auf den Weg in die bosnische Hauptstadt.

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“Für die Kinder war das wie Weihnachten”, sagt Schwester Jela, Erzieherin im Kinderheim von Vareš. Ausnahmslos haben sich alle 21 Bewohner über den Inhalt ihrer Geschenke gefreut, die Vučko am Abend vorbei gebracht hat. Bei den Jungs sorgten Fußball-Poster für Begeisterung, bei den Kleineren aufziehbare Rennautos und bei den Mädchen schicke neue Winterstiefel. Nesthäkchen Antonio (Foto unten rechts, 4 Jahre) packte sein Paket vor Freude immer wieder ein und aus.

_DSC1128Seit Vučkos letztem Besuch hat das Heim in Vareš ein wenig Zuwachs erhalten. Mario (6 Jahre) und Sein Bruder Davor (7 Jahre) sind neu eingezogen und haben eine traurige Geschichte. Nur zwölf Kilo habe Mario (Foto) gewogen, als er Ende April in das Kinderheim aufgenommen wurde. Dort haben ihn die Schwestern reichlich aufgepäppelt. Als Vučko zu Besuch kam, strahlte er über beide Ohren. “Er ist ein neugieriges und aufgeschlossenes Kind”, sagt Schwester Jela. Nur mit der Konzentration sei es manchmal noch schwierig. Die Weihnachtsfeiertage sollen Mario und Davor auf Wunsch der Eltern in ihrer Familie verbringen – doch sie möchten gar nicht.

 

 

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Wie angekündigt, war Vucko bei der Geschenkeübergabe in Bugojno nicht allein. Der Weihnachtsmann half bei der Übergabe der rund 120 Pakete. Übrigens wünschte der nicht “Frohe Weihnachten” sondern “Ein frohes neues Jahr”. Denn in Bugojno ist die Mehrheit der Bevölkerung muslimisch und feiert kein Weihnachten. Der Mann im rotem Mantel mit weißem Bart ist aber inzwischen auch unter den Muslimen populär. Kinder und Erwachsene freuten sich sehr und musizierten und tanzten. Für Vucko und sein Team geht es nun weiter nach Vares. Wie immer lässt sich der Weg im GPS-Tracker verfolgen.

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IMG-20141217-WA0000Nach mehr als sechsstündiger Fahrt sind Vucko und Co gestern Abend bereits in der Bergstadt Bugojno angekommen. Heute um 11 Uhr wollen sie die Kinder der Behindertentagesstätte treffen. Ein besonderer Gast steht für diesen Termin bereits in den Startlöchern: der Weihnachtsmann – der dieses Jahr anscheinend stark abgemagert ist.

 

 

 

 

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DSC_1042Zerstörte Häuser, viele alte Menschen und der Geruch von verbrannter Kohle in der Luft – das ist Srednja Slatina. Ein kleines Dorf in Nordbosnien. In diesem Jahr hat sich die Bevölkerung wieder erheblich verkleinert, da einige ältere Einwohner verstorben sind. Eine von ihnen ist Anja, der ein BOW-Team einst in einem Sommer-Camp einen Schweinestall gebaut hat. Ihr Schwager Pedro lebt nun alleine, im Moment ist seine Tochter aus Kroatien da, um sich ein wenig um ihn zu kümmern.

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Verstorben ist auch eine der beiden Schwestern, die ohne Strom in einem verfallenen Haus leben. Die andere (Foto links) ist fast blind und weiß sich kaum noch zu helfen. Gestern war ihr Ochse aus dem Stall ausgebrochen. Männer aus dem Dorf mussten ihr helfen ihn wieder einzufangen.

 

DSC_1044Deutlich mehr Lebensfreude versprüht das Ehepaar Roza und Drago (Foto rechts). Die beiden wohnen im Erdgeschoss eines halb renovierten Hauses und züchten Schweine und Ziegen für den Eigenbedarf. Für Draco hatte das BOW-Team dieses Jahr einen Akku-Schrauber im Gepäck. “Von so etwas habe ich immer geträumt”, sagte der Heimwerker begeistert, als er sein Paket auspackte.

DSC_1041Viele Spaß im Haus von Roza und Drago hatte auch unser Team-Chef Vucko (Foto links). Er freundete sich mit einem der kleinen Küken an, die das Ehepaar im Moment in seinem Wohnzimmer hält. Am Ofen hat es der Hühner-Nachwuchs kuschelig warm.

 

Viele andere Senioren im Dorf haben Vucko und sein Team gestern mit ihrem Besuch erfreut. Manche hatten schon gewartet: “Ich hatte schon gedacht, ihr kommt dieses Jahr nicht”, sagte Roza zur Begrüßung und freute sich dafür um so mehr. Freude auch bei Ivka (Foto unten): Sie zeigte ihren Rosenkranz, den Vucko ihr im vergangenen Jahr mitgebracht hat. Ein Geschenk, das ihr besonders viel bedeutet.

 

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Gerade bei den Senioren in Srednja Slatina Geschenke verteilt. Fotos gibt’s gleich, wenn die Internet-Verbindung besser ist. Vučko und sein Team fahren jetzt Richtung Bugojno. Die Fahrt könnt ihr wieder per GPS Tracker verfolgen.

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Für ein verfrühtes Weihnachtsfest hat Vučko heute in der Behindertentagesstätte in Orašje gesorgt. Große und kleine Kinder haben sich über die Geschenke von ihren deutschen Freunden gefreut.

Leider konnte die kleine Andrea nicht zur Bescherung kommen, deren Päckchen Vučko besonders im Auge hatte. Die Erzieher haben das Päckchen entgegengenommen und werden es am Freitag weitergeben, wenn Andrea wieder zur Betreuung kommt. Grüße von Yara-.Faye aus Hesborn, die das Päckchen gepackt hat, hat Vučko natürlich ausgerichtet.

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Nach vier Stunden Warten, 20 Tassen Kaffee und einem zwischenzeitlichen Wettlauf von Büro zu Büro durfte auch unser Anhänger mit den Geschenken die Grenze passieren. Vučko ist ganz außer sich und freut sich darauf, heute Abend die ersten Kinder in der Behindertentagesstätte von Orašje zu treffen.

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Fast wäre Vučko nicht durch die Gesichtskontrolle gekommen, doch am Ende ging nochmal alles gut. Das Maskottchen und seine sechs Mitfahrer sind über die Grenze nach Bosnien eingereist. Der Anhänger mit den Geschenken wartet noch beim Zoll und wird hoffentlich morgen folgen. Zum Glück liegt das erste Ziel, Orašje, direkt hinter der Grenze. Dort ist der kleine Wolf todmüde in sein Hotelbett gefallen.

Bei einem kurzen Stopp direkt nach der slowenischen Grenze habe ich einen riesigen Bären kennen gelernt. Zum Glück war er satt und ich kurz angebunden.

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Der Transport hat die Grenze nach Österreich passiert. Auf staufreien Straßen geht es gut voran. Vučko lässt unterdessen das Paket von Yara-Faye nicht aus den Augen.

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Zwischen Würzburg und Nürnberg sieht Vučko das goldene M am Himmel. Er kann nicht widerstehen und gönnt sich ein Frühstück – Stärkung für die knapp 1000 Kilometer, die noch vor ihm liegen.

_DSC0841Pünktlich um 6.39 ist Vučko mit seinem Team aus Hallenberg gestartet. Mit dabei: Luisa, Alice und Sebastian Mörchen, Pascal Lefarth, Christoph Käfer und Michael Althaus. Wir freuen uns auf die Abenteuer der Reise. Via GPS-Tracker könnt ihr unsere Fahrt verfolgen. Einfach rechts auf den Link klicken.

 

 

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_DSC0816_DSC0826400 Päckchen wollen sicher verstaut und verladen werden. Deshalb waren wir heute mit vielen fleißigen Helfern im Einsatz, um unsere wertvolle Ladung transportfertig zu machen. Die kleine Yara-Faye (Foto) hat sich persönlich davon überzeugt, dass alles ordentlich abläuft. Mit dabei auch Transport-Chef und Maskottchen Vučko.(Foto) Nach seinem langen Sommer-Schlaf ist er endlich erwacht. Mit seinem Wolfs-Instinkt wird er auch in diesem Jahr die Geschenke sicher nach Bosnien bringen. Morgen früh um 6 Uhr geht`s los.

 

 

 

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Foto 1Ein Kuscheltier, eine Mütze und Süßigkeiten packt die siebenjährige Yara-Faye Kaiser (Foto) aus Hesborn in ihr Paket. Fast 400 weitere Kinder haben in diesen Tagen Pakete gepackt, die am Sonntag alle auf die Reise nach Bosnien und Herzegowina gehen.

Yara-Fayes Päckchen ist für die siebenjährige Andrea bestimmt, die eine Behindertentagesstätte in der nordbosnischen Stadt Orasje besucht. In unserem Live-Ticker könnt ihr ab sofort verfolgen, welchen Weg das Päckchen nimmt. 

 

 

 

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Gymnasium-WinterbergZwei volle Autoladungen mit Päckchen für Bosnien sind heute von den Gymnasiasten aus Winterberg in unserem Lager eingetroffen. Genauso wie der zehnjährige Roman Lefarth aus Medelon (Foto) haben knapp 100 Schüler fleißig gepackt. Vielen Dank!

 

 

 

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Durch unser immer größer werdendes Netz in Bosnien bekommen wir mehr und mehr Kontakte. Als neuen Partner für den HandS-Weihnachtstransport können wir das Internat des Förderzentrums für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen Mjedenica vorstellen. 
imageDas Mjedenica liegt unweit der Miljacka im Zentrum der bosnisch-herzegowinischen Hauptstadt Sarajevo. Die Einrichtung umfasst einen Kindergarten, eine Grundschule, eine Werkstatt sowie ein Internat und bietet so eine umfassende Grundausblidung für rund 150 Kinder und Jugendliche mit geistigen Behinderungen.
Rund 50 der Kinder und Jugendlichen, die Kindergarten und Grundschule besuchen, leben gemeinsam im angeschlossenen Internat. Sie stammen aus allen Teilen Bosnien und Herzegowinas und finden im Mjedenica Chance auf bedürfnisgerechte Förderung. Die Mitarbeiter des Internats versuchen tagtäglich die Kinder so zu fördern, dass sie nach dem Abschluss der Schule ein selbstständiges Leben in Würde führen können. Mit viel Kreativität, Kunst und Musik wird der Alltag gemeistert, Heimweh vertrieben und Gemeinschaft geschaffen, sodass die Kinder im Mjedenica mehr als nur eine Schule, sondern vielmehr ein (zweites) zu Hause und eine (zweite) Familie finden.

So bekommen die Kinder und Jugendlichen aus Mjedenica dieses Jahr über Building ONE World erstmals Geschenke aus Deutschland.

imageAn unseren Stickern kann man erkennen wo das Ziel der Pakete ist. Die Sticker mit dem türkisen Hintergrund sind für Mjedenica. Anhand von den Stickern kann man Alter, Geschlecht, Name und eventuelle Wünsche des Kindes erkennen.

Schon zum siebten Mal startet kurz vor Weihnachten wieder unser Transport nach Bosnien-Herzegowina, um dort über 400 Kindern, behinderten Menschen und Senioren ein ganz persönliches Weihnachtsgeschenk zu bringen, auf das sie sich schon das ganze Jahr über freuen.

Dafür brauchen wir wieder viele fleißige Helfer, die bereit sind, ein oder auch mehrere Päckchen zu packen. Über diese Dinge freuen sich die bosnischen Kinder:

  • Kleidung (Schals, Handschuhe, Mützen, Wäsche,…)
  • altersgemäßes Spielzeug oder Poster
  • Schulmaterialien (Stifte, Malpapier,…)
  • Hygieneartikel (Duschgel, Zahnputzzeug, Creme…)
  • Sportzeug (Trikots….)
  • Süßigkeiten / Lebensmittel (ganz wichtig: ohne Nüsse!)

 

Spielzeug und Kleidung dürfen in einem guten gebrauchten Zustand sein. Ganz wichtig: Die Päckchen sollten nicht größer als ein normaler Schuhkarton sein und möglichst mehrere Dinge enthalten.

Den Senioren kann man mit folgenden Dingen eine Freude bereiten:

  • Kleidung (Schals, Handschuhe, Mützen, …)
  • abgepackte Lebensmittel (Konserven, Nudeln, Reis, … – auf Grund der Zollbestimmungen bitte KEINE unverpackten Lebensmittel wie selbstgebackene Kekse etc.)
  • Hygieneartikel (Shampoo, Seife, Parfum, …)
  • Süßigkeiten

Wir wollen versuchen, den Spendern die gleichen Partner wie im Vorjahr zuzuordnen, sofern sie noch in den Einrichtungen sind. Anhand der Namen der letztjährigen Spender können wir das nachvollziehen. Weitere Informationen dazu gibt es bei Rita Maurer unter Tel. 0151/ 270 60 671.

Die Päckchen können bis zum  5. Dezember 2014 in der Grundschule Hallenberg, dem Gymnasium Winterberg oder nach telefonischer Absprache bei uns von BOW abgegeben werden.  Da der Transport dieser Päckchen teuer ist, freuen wir uns immer sehr über Geldspenden (gerne mit Spendenquittung).

Für unseren Transport suchen wir auch noch einen Bulli. Des Weiteren haben uns Kinderheime nach Computern, Druckern und einem großen Kopierer gefragt. Für behinderte Kinder werden Rollstühle gesucht.

Wir bedanken uns schon jetzt ganz herzlich für jegliche Unterstützung und werden in der Presse sowie Anfang 2015 in der Grundschule und im Nikoläum Hallenberg wieder von unserem 7. Weihnachtstransport und der Übergabe der Geschenke berichten!

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DSC07719Eine ganz besondere Schulstunde erlebten kürzlich die Schüler der Grundschule Hallenberg. Vučko war extra mit zwei seiner Freunde gekommen, um über den Transport der Weihnachtsgeschenke zu berichten.

Die Schüler und auch einige interessierte Eltern verfolgten den Vortrag sehr aufmerksam und diszipliniert und stellten anschließend viele  Fragen. So konnte geklärt werden, wie viele Geschenke zusammengekommen waren – nämlich 450 Stück –, dass der Weg von Hallenberg bis Sarajevo 1.500 km lang ist, dass die Spenden alle zusammen insgesamt einen kompletten Bulli und einen großen Hänger gefüllt hatten und auf welchem Weg Vučko die vielen Pakete nach Sarajevo gebracht hatte. Es wurde auch darüber gesprochen und anhand von Fotos gezeigt, dass in Bosnien durch den Jugoslawienkrieg von 1992 – 1995 immer noch viele Häuser beschädigt sind und die Bewohner deshalb Hilfe brauchen. Nachdem die Kinder Vučko noch lautstark versprochen hatten, auch bei der nächsten Weihnachtsaktion wieder tatkräftig mitzuhelfen, war die eingeplante Schulstunde auch schon viel zu schnell um.

SauerlandkurierEin Nachbericht über unseren HandS-Transport ist in der Mittwochs-Ausgabe (15.1.) des Sauerlandkuriers zu finden. Klickt auf das Bild links und ihr gelangt zur Online-Version des Artikels.

 

Und auch die Westfalenpost hat am Wochenende groß über uns berichtet: Westfalenpost

 

 

 

 

 

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Christus mansionem benedicat!!

20131224_204636Der ein oder andere Leser wartet vielleicht schon darauf, dass Vučko endlich einen schönen, langen Abschlussbericht mit vielen Fotos vom Weihnachtstransport 2013 schreibt. Das will er auch auf jeden Fall noch machen. Aber über die Weihnachtsfeiertage wurden erst noch seine unzä20131224_221809hligen anderen Talente dringend gebraucht.

 

 

 

 

 

Hier sind z.B. zwei Fotos, auf denen er gerade viele Kirchenbesucher mit seinem ungemein virtuosen Orgel- und Flötenspiel verzückt.

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In diesem Sinne wünschen wir allen ein rundherum gelungenes und entspanntes Weihnachtsfest!!!!

Und nach Weihnachten gibt´s dann auch noch ein paar Berichte, versprochen!

 

P.S. Falls die Verfasserin sich nach diesem Eintrag nie mehr melden sollte, liegt es daran, dass aufmerksame Passanten psychologische Hilfe geholt haben, nachdem sie fassungslos beobachten mussten, wie die bereits genannte Verfasserin auf Heiligabend im Sturm nachmittags hartnäckig versuchte, sehr seltsame Wäschestücke auf eine Leine zu hängen und zu fotografieren.

_DSC5263In Würzburg verabschiede ich mich von meiner Freundin Sabrina, die mich auf meiner Reise durch Bosnien begleitet hat. Sabrina war zum ersten Mal dabei, aber hat sich super ins Team eingefügt. Trotz schlafloser Nächte, langer Autofahrten und viel Arbeit hat sie den Trip nicht bereut.

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kleinneu33_image001…nähern wir uns der Heimat. Auf einem Rastplatz bei Wels (Österreich) habe ich gerade den wunderschönen Sonnenaufgang beobachtet. Der letzte Tag meiner großen Reise ist angebrochen. Ich freue mich schon auf mein Bettchen zu Hause.

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Ich und meine Freunde haben uns heute noch die wunderschöne Stadt Mostar angeschaut. Seit 17 Uhr befinden wir auf dem Rückweg nach Deutschland. Gerade sind wir an der kroatischen Küstenstadt Split vorbei gekommen. Der nächste Meilenstein ist Zagreb,  welchen wir in etwa 3 Stunden erreichen.

Dora und NoaNanu? Hatten wir dieses Bild und so eine ähnliche Überschrift nicht erst gestern? Fällt den BOW-Leuten etwa nichts Neues mehr ein?

Doch! Aber heute morgen haben sich zwei fleißige kleine Päckchen-Packer in Köln so sehr über dieses Foto gefreut, dass wir es jetzt noch einmal zeigen. Darauf abgebildet sind die vierjährige Dora und ihr siebenjähriger Bruder Noa, die gestern auf der Weihnachtsfeier der Organisation “Moj Dom” ihre Weihnachtsgeschenke von Vučko bekommen haben. Die genau gleichaltrigen Geschwister Amalia und Emil in der Domstadt haben auf dem Foto zufällig ihr Geschenkpapier wieder erkannt und freuen sich jetzt riesig, dass sie wissen, wie “ihre” Kinder in Bosnien aussehen. Amalia und Emil sind gute Freunde der kleinen Emma aus Hallenberg, die ja wiederum das Päckchen für Viktor gepackt hat. Und weil den beiden die Idee des BOW-Weihnachtstransportes so gut gefiel, haben sie spontan mitgemacht und ihre Pakete mit der Post vom Rhein nach Hallenberg geschickt. Bei der kleinen Matea, dem “Baby von Egipat” hat sich zudem herausgestellt, dass deren Päckchen von Emmas Nachbarin gepackt wurde. Jetzt wissen alle ganz genau, dass ihre Päckchen auch wirklich gut angekommen sind!

Wenn im Januar dann die Fotos des gesamten Weihnachtstransportes in der Grundschule und im Nikoläum Hallenberg gezeigt werden, dürfen sich hoffentlich noch viele weitere Spender darüber freuen, dass sie “ihre” Kinder mit ihren Päckchen auf den Bildern erkennen.

Building ONE World bedeutet ja übersetzt “eine Welt bauen”. Und wie man an diesen Fotos sieht, ist die Welt klein genug, um wirklich erfolgreich an ihr zu bauen und gemeinsam ein Stück näher zu rücken.

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In dem Osmanen-Städtchen Mostar begebe ich mich auf die Spuren der bosnischen Geschichte. Ihr Erbe scheint den Bosniern wichtig zu sein, denn die Altstadt ist nach der Zerstörung im Krieg schon fast komplett wieder aufgebaut. Gestern Abend habe ich noch ein schönes Foto von der alten Brücke, dem Wahrzeichen der Stadt gemacht.

kleinneu33image001Der Anhänger ist leer, die letzten Päckchen haben meine Freunde und ich heute bei der Organisation “Moj Dom” – “Mein Haus” in Sarajevo ausgeladen. Für die Bescherung hatten sich die Mitarbeiter etwas ganz Besonderes ausgedacht: Kristina verkleidete sich als Weihnachtsmann und überreichte jedem Kind sein Geschenk, während Ivana mit den Kleinen essbaren Weihnachtsbaumschmuck bastelte. Für mich war das natürlich auch eine besondere Ehre, in Sarajevo den Weihnachtsmann persönlich zu treffen.

 

kleinneu33image002Die Organisation “Moj Dom” habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal besucht. Sie ist erst zwei Jahre alt und von einem Franziskaner gegründet worden. Sie kümmert sich hauptsächlich um Senioren und Menschen mit Behinderungen. Einmal im Jahr organisieren die zwei Hauptamtlichen mit Hilfe von Ehrenamtlichen eine kleine Weihnachtsfeier für Kinder. Toll, dass wir in diesem Jahr die Geschenke dazu beisteuern durften.

 

 

kleinneu33image003Damit ist meine Mission in Bosnien erfüllt. 450 Kindern habe ich ihr Geschenk aus Deutschland pünktlich vor dem Weihnachtsfest übergeben. Weil ich so gut im Zeitplan bin, will ich jetzt noch den Süden Bosniens erkunden und morgen einen Ausflug in die kleine Stadt Mostar machen.

 

 

 

 

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kleinneu§=_image001Acht Jahre alt war Skender (Foto oben), als 1992 der Bosnien-Krieg ausbrach. Über drei Jahre lang musste er mit seiner Familie in der von den Serben belagerten Hauptstadt Sarajevo ausharren und ums Überleben kämpfen. Skender war unser Guide bei einer kleinen Tour, die uns an die wichtigsten Schauplätze des Kriegs geführt hat. Die Schauplätze eines Kriegs, der in den Köpfen aller Bosnier noch tief verankert ist, dessen Zerstörung in den Städten und Dörfern des Landes überall sichtbar ist und der bis heute Politik und Gesellschaft lähmt.

Mittlerweile leben Serben (orthodox), Kroaten (katholisch) und Bosniaken (muslimisch) in Bosnien Seite an Seite. Konflikte gibt es kaum noch, in vielen Regionen lebt man einfach nebeneinander her, an manchen Orten gibt es ein gutes Miteinander, so haben uns junge Leute berichtet. Im Krieg war das anders: Niemand konnte seinem Nachbarn vertrauen, so berichtete Skender. Die Serben, die ihr Territorium vergrößern wollten, planten, die anderen Völker auszulöschen. Unter den Serben, die in Sarajevo lebten, wurden Waffen verteilt. Die Zivilbevölkerung sollte zusammen mit der Armee, die sich auf den Bergen rund um den Talkessel postiert hatte, die Hauptstadt für sich einnehmen.

kleinneu29_image002Aber – so berichtet Skender – die Stadtbewohner verteidigten sich, teilweise kämpften sogar die Serben aus Sarajevo gegen die serbische Armee, die mit Scharfschützen und Granatwerfern in den Bergen lauerte. Das Überleben sicherte letztlich ein 800 Meter langer Tunnel, den Bergarbeiter unter der Landebahn des Flughafens durch gruben. Das Museum am Eingang des Tunnels (Foto) haben wir uns angeschaut und gesehen, wie hart es für die Männer gewesen sein muss, bis zu hundert Kilo schwere Rucksäcke mit Lebensmitteln oder Waffen durch den schmalen, niedrigen Schlund zu schmuggeln.

kleinneu29_image003Eine Tour auf die Berge (Foto links) hat uns gezeigt, wie einfach es für die serbische Armee gewesen sein muss, Sarajevo unter Beschuss zu halten. Nur der Nebel und der Smog, der sich an vielen Tagen des Jahres über die Stadt legt, machte es den Bewohnern möglich, sich auf der Straße zu bewegen. Dennoch verlor die Hauptstadt ihre einstmalige Schönheit komplett. Häuser wurden geplündert, zerstört, ganze Stadtviertel unbewohnbar gemacht. Von der einstmaligen Schönheit zeugen noch die Ruinen von ehemaligen Hotels (Foto unten rechts) oder auch von der Bobbahn (Foto unten links), die anlässlich der olympischen Spiele 1984 errichtet wurde und seit dem Krieg unbenutzbar ist. kleinneu29_image004

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Bis heute stehen in Sarajevo ausgebombte Häuser mit renovierten Gebäuden Seite an Seite. Der Wiederaufbau schreitet langsam voran. Wie die Stadt damals ausgesehen hat und ob sie jemals wieder ihre alte Schönheit wiedererlangen wird, davon können wir und die Einwohner nur träumen.

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Als ich heute endlich meinen kleinen Freund Viktor im Kinderheim Bjelave besucht habe, war er mit all den anderen Kindern aus seiner Gruppe draußen auf dem Spielplatz. Am Anfang hatte das schüchterne Kerlchen ein bisschen Angst vor mir, aber dann ist er schnell aufgetaut. Und spätestens als es ans Auspacken seines Geschenks ging, strahlte er über beide Ohren. Mit dem Duschgel wollte er sofort ein Bad nehmen, und im Bilderbuch hat ihm besonders der Bär gefallen.

Wie ich gestern schon erzählt habe, hat Viktor eine Fehlstellung seiner Hände. Er kann damit umgehen und greift ohne Probleme nach Gegenständen. Aber Schreiben wird er später nicht können. Möglicherweise könnte eine komplizierte Operation alles richten. Die müsste allerdings erstens in Deutschland stattfinden und kann zweitens vom Kinderheim nicht finanziert werden. Wir werden sehen, ob wir Kontakte herstellen können…

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Im Heim Egipat, das von katholischen Schwestern geführt wird, haben mir die Kinder zuerst einige Weihnachtslieder vorgesungen, um sich ihre Geschenke zu verdienen. Bei nur 18 Kindern geht es hier sehr familiär zu. Für besonders große Freude hat ein kleiner Stoff-Hund gesorgt, den ein Mädchen in ihrem Päckchen hatte. Sie hat ihn aber großmütig an den kleinen Ivica weitergeschenkt, der das Kuscheltier so in sein Herz geschlossen hatte, dass er es gar nicht mehr loslassen wollte. Und auch sein Kopftuch im orange-schwarzen Look wollte er gar nicht mehr absetzen.

 

_DSC4461Seit meinem letzten Besuch hat es im Heim Zuwachs gegeben. Die kleine Matea (Foto oben), die morgen 14 Monate alt wird, gehört jetzt mit zu der Rasselbande. Ihre Geschichte ist traurig: Als ihr Vater sie im Alter von drei Monaten im Heim abgab, war sie total abgemagert und wog nur fünf Kilo. Angeblich hatte er kein Geld, um sich um seine Tochter zu kümmern. Er scheint aber generell kein großes Interesse an seinem Baby zu haben: Bislang hat er Matea nie besucht. Nur einmal war ihre Tante da, um nach ihr zu sehen.

Inzwischen haben die Schwestern das Nesthäkchen aufgepäppelt. Sie isst gut und schläft hervorragend und hat vor zwei Wochen ihre ersten Schritte gemacht. Die Schwestern berichten, dass sich die anderen Kinder rührend um Matea sorgen. Beim Einkaufen denken sie immer an das Baby und bringen ihm kleine Geschenke mit. Über Bilderbuch und Stofftier in ihrem Päckchen aus Deutschland hat sich Matea riesig gefreut.

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Puuh… 88 Päckchen ausladen geht ganz schön auf die Knochen. Aber natürlich sollte keines der Kinder im Heim Bjelave leer ausgehen. Nicht jedem konnte ich sein Paket persönlich überreichen, weil manche Kinder noch in der Schule oder im Kindergarten und die Babys am Schlafen waren. Weil die Schule hier im Stadtteil sehr klein ist, gehen die Kinder übrigens in zwei Schichten zum Unterricht, manche vormittags, manche nachmittags.

Bei 88 Kindern im Heim herrscht dort ein ganz schönes Rein und Raus. Ich möchte nicht mit den Erzieherinnen tauschen, die immer den Überblick behalten müssen. “Wir arbeiten viel, aber wir feiern auch viel”, hat mir unsere Kontaktperson Kira erzählt. Denn in der Einrichtung sind katholische, orthodoxe und muslimische Kinder und die Feste aller drei Religionen werden gefeiert. So gibt es auch zwei Mal Weihnachten: Am 24. Dezember das der Katholiken und am 6. Januar das der Orthodoxen.

Mein bester Freund Viktor war leider zur Mittagsstunde fest am Schlafen. Ich habe trotzdem einen Blick in sein Bettchen geworfen und sein Geschenk schonmal dort abgestellt (Foto oben). Der Kleine (zwei Jahre alt) ist ganz schön gewachsen. Die Erzieherin hat mir versichert, dass es ihm bestens geht, er schon super sprechen kann und mit seiner Behinderung an der Hand gut umgehen kann. Ich werde ihm morgen nochmal einen Besuch abstatten, wenn er wach ist. Solange muss er sich denn auch noch mit dem Auspacken seines Geschenks gedulden.

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Und nochmal großes Packen heute: In den engen Gassen von Sarajevo kann ich mich nicht mit dem Anhänger bewegen. Deshalb haben meine Freunde und ich alle Päckchen für die Heime Bjelave und Egipat in den Bulli umgeladen. Da blieb nicht mehr viel Luft im Kofferraum. Das Einpacken der letzten Pakete war wirklich Millimeterarbeit. Jetzt freue ich mich darauf, die Kinder zu treffen.

Besonders gespannt bin ich natürlich auf den kleinen Viktor in Bjelave, auf dessen Paket ich besonders gut aufgepasst habe.

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Wenn der Ruf des Muezzin mich aus dem Schlaf rüttelt, wenn ich Kirchen und Moscheen Seite an Seite sehe und wenn die Luft nach Kohle duftet, dann weiß ich, dass ich wieder in Sarajevo bin. Meine Freunde und ich sind super im Zeitplan. Deshalb konnten wir uns gestern den Luxus leisten, ein bisschen durch die Stadt zu bummeln, die auch Jerusalem des Westens genannt wird.

Abends waren wir auf der Weihnachtsfeier vom katholischen Jugendhaus und haben viele Freunde wiedergetroffen. Da haben übrigens christliche und orthodoxe Leute zusammen gefeiert. Eine tolle Sache!

Und jetzt muss ich mal wieder arbeiten. Ich lasse später von mir hören, wie und wo ich heute Geschenke verteilte.

Bin in Sarajevo angekommen.

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Vučkos Freunde im Sauerländer Wald können es kaum glauben, einer fiel vor Schreck direkt um und musste wiederbelebt werden: Erst vor ein paar Tagen mutierte Vučko zum rasenden Paketboten, jetzt übt er fliegen!!!!! Wird er etwa demnächst alle 450 Weihnachtspäckchen als bosnische Paketdrohne zustellen? In welche Gefahren will er sich noch begeben???

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Extra lange wach bleiben durften die Kinder in Vareš, um ihre Geschenke in Empfang zu nehmen. Sie mussten ein bisschen warten, bis ich mit meinen Freunden die drei Stunden Wegstrecke von Bugojno zurückgelegt hatte.

Doch das Warten hat sich gelohnt: Neues Lego, ein Schminkset, Poster oder ein modischer Pullover – alle waren mit ihren Geschenken zufrieden. Besonders gefreut hat sich der kleine Antonio (3), der sein Paket mindestens fünfmal ein und ausgepackt hat. Jeder Schwester – die für die Kinder wie Mütter sind – hat er seine Geschenke präsentiert.

Spannend war für die Kinder hier auch unser HandS-Video, das wir im vergangenen Jahr gedreht haben. Valentina, Daniela, Ilona und viele andere haben ihre Gesichter in dem Video wieder erkannt.

Während meine Freunde noch mit den Leuten aus Bugojno gegessen und sich unterhalten haben, habe ich im Garten der Tagesstätte einige Flugversuche gestartet. Ein tolles Gefühl. Doch seht selbst….

Vucko fliegt

kleinneu24_image002Nach fünfstündiger Fahrt über die bosnischen Landstraßen bin ich mit meinen Begleitern in der Bergstadt Bugojno angekommen. Die Fahrt durch die wunderschöne Landschaft war ein Traum. Während im Tal alles vernebelt war, habe ich nach einigen Höhenmetern die Wolkendecke durchbrochen. Wie ein Meer lag sie mir zu Füßen und ich hatte eine großartige Aussicht.

Genauso großartig war das Wiedersehen mit Nihad, Biserka und Semir in der Behindertentagesstätte in Bugojno. Die Kinder und jungen Erwachsenen, die täglich dorther kommen, waren leider schon weg. Wir waren etwas zu spät. Aber ich bin sicher, dass sie sich über die rund 150 Päckchen freuen. Bei einer kleinen Weihnachtsfeier werden die Mitarbeiter ihnen die Geschenke überreichen. kleinneu24_image006

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DSC07002Vielleicht tröstet es Vučko und seine Begleiter über das düstere bosnische Wetter hinweg, dass hier in Hallenberg seit dem Wochenende herrlicher Sonnenschein herrscht. Als Beweis dient ein ganz frisches Foto vom blauen Himmel mit einem Flieger in südöstlicher Richtung nach Bosnien. Viele Grüße!!

 

 

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Und dieses genau so frische Foto ist extra für Schneewittchen: Eine kleine Rose, die auch im kalten Dezember tapfer weiter blüht und nicht aufgibt.

Halt durch, Schneewittchen! Die Sonne scheint auch für Dich.

Nein, keine Sorge, nicht die Päckchen sind so spät dran, sondern nur das Foto!

Gymnasium Winterberg 2013

Hier ist der Beweis, dass auch das Gymnasium in Winterberg fleißig mitgepackt und alle Geschenke pünktlich abgegeben hat. Vielen Dank an die Schülervertretung für die tolle Organisation!!

Von der Berufsschule Bad Berleburg haben wir zwar kein Foto, bedanken uns aber genau so herzlich für die 40 Pakete!

kleinneu24_image001Nach einem etwas längeren Beitrag, in dem ich mal die Geschichten erzählen musste, die ich die letzten Tage so gehört habe, bringe ich euch jetzt wieder auf den neusten Stand. Ich bin wieder auf Reisen. Mit meinen vier Freunden Alice, Sabrina, Basty und Michael sitze ich im Auto und bin auf dem Weg nach Bugojno. Ich freue mich schon auf die wunderschöne Bergstrecke, die gleich vor mir liegt. Und noch viel mehr freue ich mich, dass ich gerade zum ersten Mal die bosnische Sonne gesehen habe. Nach drei Tagen voller Nebel und Dunkelheit hat sich der Stern endlich mal blicken lassen.

Heute Mittag werde ich in der Behindertentagesstätte in Bugojno die Geschenke übergeben. Kurz darauf fahre ich schon weiter nach Vareš. Dort im Kinderheim gibt es heute Abend die Bescherung. Dort werde ich auch übernachten. Meine Reise könnt ihr live im GPS-Track verfolgen (Klick auf die Weltkugel am rechten Rand).

 

An den letzten Abenden habe ich viel mit meinen bosnischen Freunden zusammengesessen und viele Geschichten gehört. Ein paar davon will ich Euch erzählen, zum Beispiel die von Schneewittchen.

Schneewittchen gibt es nicht nur im Märchen. Schneewittchen – oder auf bosnisch “Snježana” – lebt in dem kleinen Dorf Srednja Slatina. Mit Anfang 50 ist die blonde Frohnatur dort eine der jüngsten. Sie ist verheiratet, aber lebt allein. Ihr Mann wohnt und arbeitet 1200 Kilometer entfernt in Baden-Würtemberg. Von ihrem Friseur-Job allein kann Schneewittchen nicht leben. Denn nicht immer hat sie so viele Kunden wie jetzt in den Tagen vor Weihnachten. Ihr Haus, ihren alten Golf könnte sie allein davon nicht bezahlen. Kinder hat Schneewittchen nicht, ihre Familie ist die katholische Kirchengemeinde, in der sie sich um die alten Leute kümmert, sie besucht und ihnen bei der täglichen Arbeit hilft.

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Strahlende Augen und freudige Gesichter. Die ersten Päckchen habe ich gerade an die Kinder in Orasje verteilt. Die Kinder von der Behindertentagesstätte haben sich wahnsinnig gefreut.

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kleinneu23_image002Weil unser Bulli nicht der schnellste ist, haben meine Freunde und ich kurzerhand entschlossen, selbst ein bisschen Schwung zu geben. Auf Dreirädern und Bobbycars übersehen wir bestimmt kein Schlagloch auf den bosnischen Straßen. Doch bevor wir wieder auf Reise gehen, wollen wir heute den Kindern in Orasje noch ihre Päckchen da lassen. Um 13 Uhr ist hier große Bescherung. Ich freue mich schon.

Unterdessen wird der Anhänger schon ein bisschen leerer. Das Päckchen für Viktor in Sarajevo habe ich noch fest im Griff.

Ein kurzer Blick der Zollbeamten in den Anhänger und schon waren wir in Bosnien und Herzegowina. Dank der Hilfe unserer Freunde aus Orasje haben wir die Grenze in Windeseile passiert. Jetzt sind alle Geschenke in dem Land, in dem sie ankommen sollen, und unserem HandS-Trip steht nichts mehr im Wege.

_DSC3998Heute habe ich erstmal einen kleinen Ausflug in das Dorf Srednja Slatina gemacht. Leerstehende und zerstörte Häuser zeugen dort noch vom Jugoslawien-Krieg. Die meisten jungen Leute sind ausgewandert, geblieben sind die Alten. Und denen habe ich heute wieder eine kleine Freude gemacht. Mich, den kleinen Wolf, kennen sie ja schon von meinen vergangenen Besuchen. Diesmal waren sie besonders begeistert von meiner neuen Mütze. Auf dem kleinen Bauernhof von Draco und Roza gab’s eine herzhafte Stärkung für mich. Weil ich mich in der Räucherkammer gar nicht satt schnuppern konnte, hat Draco erstmal eine Salami aus eigener Schlachtung spendiert. Schwein Thorsten grunzt noch fröhlich im Stall vor sich hin und hat uns für unser Foto Gesellschaft geleistet. Jetzt geht’s zurück nach Orasje.

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Ohne meine Milch geht gar nichts. Deshalb habe ich mir erst mal eine große Tasse bestellt, um meine Wolfs-Kräfte zu wecken. Die werde ich gleich brauchen, wenn ich den Anhänger mit den Paketen über die Grenze bringen muss. Jetzt geh ich erstmal meine Freunde wecken. Die müden Krieger lassen sich noch etwas hängen.

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_DSC3955Da werden Albträume wach: An der ehemaligen Außengrenze der EU in Slowenien habe ich in den vergangenen Jahren schon Tage und Stunden verbracht. Heute musste ich einmal meinen Pass vorzeigen und alles war vorbei. Das war absoluter Rekord. Jippieeeeeh, ich bin in Kroatien.

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kleinneu14_image001Obwohl es erst 7 Uhr abends ist, fühlt es sich durch die Dunkelheit und die lange Reise an wie mitten in der Nacht. Ich bin müde wie ein Wolf. Während Basty das Steuer noch fest in der Hand hält, habe ich mich erstmal auf dem Armaturenbrett schlafen gelegt. Mittlerweile dürften wir etwa die Hälfte der Strecke hinter uns haben. Gute Nacht!

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Ich hatte einen Bärenhunger und wir haben hinter Nürnberg erstmal eine Pause eingelegt. Die Mutter von Michael hat uns jede Menge Leckereien eingepackt. Damit sollten wir bis nach Bosnien kommen. Jetzt geht’s stark auf die österreichische Grenze zu. Danach warten in Slowenien und Kroatien hohe Berge und laaange Autobahnen auf mich. Ich weiß noch nicht, ob ich mich von dort melden kann. Aber macht euch mal keine Sorgen um mich.

Euer

Vučko

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Geblitzt – Vučkos Kumpels im heimischen Sauerland sind erschüttert!

Sie haben es ja geahnt: Kaum hat Vučko das von friedliebender Korrektheit geprägte heimische Miteinander ein paar Stunden verlassen, ist er mit seinen neuen Weggefährten schon strafrechtlich auffällig geworden. Hoffentlich wird Sabrina eine deeskalierende Wirkung verströmen können! Es bleibt spannend.

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In Würzburg ist gerade meine neue Freundin Sabrina zugestiegen. Jetzt ist unser HandS-Geschenke-Team komplett. Mit Vollgas – also 80 Stundenkilometern – geht’s jetzt weiter Richtung Österreich. Wir haben sogar schon vier LKWs überholt!! Ach ja, und falls Ihr Euch fragt, warum wir so nette Mützen aufhaben: Die hat Renate aus Hesborn für uns gestrickt – mit BOW-Aufschrift. Ich bin begeistert!!

 

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_DSC3929kleinIch kann’s kaum erwarten, in Bosnien anzukommen. Mit meinem Bleifuß drücke ich das Gas voll durch.  Aber in Münchhausen gab’s gleich die Quittung dafür. Mit freundlichen Grüßen vom Regierungspräsidenten. Mir ist schlecht…

 

 

 

 

 

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Zum ersten Mal meldet sich Vučko live aus dem Auto. Um kurz vor acht bin ich mit meinen Freunden Alice, Basty und Michael aus Hallenberg gestartet. Eigentlich bin ich noch ziemlich müde, aber das wird schon noch… Die Pakete für Viktor und Nedim habe ich natürlich fest in der Pfote.

 

 

 

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Vučkos Lieblingskumpels  Kleiner Frosch, Großer Frosch, Grüner Frosch und Bapo sind untröstlich und weinen bittere Abschiedstränen: Vučko ist zu seiner 6. Mission in Richtung Sarajevo aufgebrochen und wird die traute heimische Harmonie gegen eine gute Woche Zusammensein mit so rauen Gesellen wie Basty und Michael eintauschen.

Heute sind alle Weihnachtspäckchen und Sachspenden verladen worden, morgen geht es in aller Frühe auf die Bahn. Vučko wird über Nacht die kostbare Fracht bewachen.

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Da fehlt noch Geschenkpapier, hier muss das Namensschild angeklebt werden und da ist die Schleife kaputt. Heute haben unsere Pakete den letzten Feinschliff bekommen und wurden sorgsam in den Anhänger verladen. Nach dreimaligem Zählen sind wir uns sicher: Jedes der 450 Kinder in Bosnien bekommt ein Geschenk. Zur Sicherheit haben wir trotzdem nochmal ein paar Ersatzpakete gepackt. Jetzt noch einmal schlafen und Samstagfrüh geht’s los.

_DSC389750 Päckchen haben wir heute noch in der städtischen Hauptschule in Kamen abgeholt. Zusammen mit Pfarrer Meinolf Wacker haben Schüler und Lehrer fleißig gepackt. Vielen Dank! Nun sind alle Geschenke komplett und es geht ans Verladen.

 

 

 

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Gestern abend hat Vučko mit seiner besten Freundin Emma ein großes Weihnachtspaket für den kleinen Viktor gepackt.

Viktor ist jetzt knapp zweieinhalb Jahre alt und wohnt schon sein ganzes kleines Leben lang im Kinderheim Bjelave. Er hat eine Fehlbildung an seinen Händen.

 

IMG_7942       Viktor aus Sarajevo

Vučko und Viktor haben sich kennengelernt, als Viktor knappe vier Monate alt war.

Beim Besuch im letzten Jahr war Viktor gerade dabei, laufen zu lernen.

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Vučko ist schon so gespannt, wie es Viktor dieses Jahr geht, wie groß er geworden ist und ob ihm sein und Emmas Geschenk auch in diesem Jahr gefallen wird. Heute nachmittag wird er Viktors Geschenk vorsichtig in seinen Bulli einladen und dann die gesamte Strecke von über 1.500 Kilometern bis nach Bosnien gut darauf aufpassen, bis die beiden sich in Bjelave endlich wiedersehen.

 

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Am 4. November berichteten wir über einen Überraschungsbesuch im Kinderheim Mala Skola in Vares.
Alexander (links im Bild) ist durch unsere Website auf das Kinderheim in Vares gestoßen. Für den Rückweg seiner zweijährigen Osteuropa/Asien-Motorradreise suchte er noch ein Projekt, welches er unterstützen könnte. Genau wie wir hat er die 16 Kinder in dem kleinem, von Schwestern geführten Heim, ins Herz geschlossen. Daher sprach uns der aus der Eifel stammende Weltenbummler an, ob wir nicht Geschenke für das Heim mitnehmen können.

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Gesagt  – getan. Da Alexander so wie ich in der Bodenseegegend arbeitet,  haben wir uns spontan an der A7 zwischen Ulm und Kempten getroffen und neben Geschenken auch viele Geschichten ausgetauscht. Eine sehr belebende Pause! Angesteckt von der Herzlichkeit der Kinder wird im kommenden Frühjahr eine Freundin von Alexander den Kindern Englischunterricht geben.

Am Freitag kommen Alexanders Geschenke in Hallenberg zu den anderen in den Anhänger und machen sich dann Samstagmorgen auf die lange Reise ins Kinderheim Vares.

 

Der erfahrene Leser des BOW-Sarajevo-Livetickers hat sich ganz bestimmt schon gefragt, wo eigentlich Maskottchen Vučko steckt, der heimliche Chef und Reiseleiter aller Weihnachtstransporte.

Vučko ist da!!

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Er packt gerade seine Sachen und ist dabei, seinen Bau in den sauerländischen Wäldern für eine Woche Besuch bei seinen bosnischen Vorfahren zu verlassen. Sein Koffer ist schon fertig, allerdings hadert er noch ein bisschen mit seiner Reisegarderobe, die findet er noch nicht wölfisch genug. Aber er hat ja noch ein paar Tage Zeit, sich umzuziehen und reisefein zu machen.

Am Wochenende haben einige tatkräftige BOW-Helfer unzählige liebevoll verpackte Weihnachtspäckchen sortiert und vorgepackt.

Sehr erfreulich ist es, dass fast alle Spender ihre Pakete schon geliefert haben. Wer seins noch abgeben möchte, kann das noch ganz schnell im Gartenweg 4 in Hallenberg nachholen; bitte nicht mehr im Gymnasium oder in der Grundschule.

 

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Nicht nur der hohe Norden hat gepackt, auch die Mitte Deutschlands – oder genauer die Grundschul- und Kindergartenkinder aus Hallenberg – haben ganz fleißig viele, viele Pakete zusammengetragen. Heute konnten alleine schon zwei Bulli-Ladungen voll abgeholt werden.

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_DSC37442013_12_04 Pfadfinder Itzehoe

 

 

 

 

 

 

 

Erstmals unterstützt in diesem Jahr eine Kirchengemeinde aus dem hohen Norden unseren HandS-Transport. Die Pfarrei St. Ansgar in Itzehoe stellt uns nicht nur ihren Gemeinde-Bulli für den Transport zur Verfügung sondern auch 15 Geschenke für bosnische Kinder. Einige junge Pfadfinder haben sie gepackt und bereits heute an BOW übergeben.

Am 14. Dezember wird das vierköpfige HandS-Team nach Bosnien aufbrechen. Ab dann läuft auch die Live-Berichterstattung über unseren LiveTicker. Um Dein Paket besser verfolgen zu können, hilft Dir dieses Video:

LiveTicker – welchen Weg geht mein Paket?

2012

bosnien_presseUnseren Besuch in Bosnien hat bereits die dortige Presse mitbekommen und schreibt sehr positiv über uns.

Dieser Bericht auf der Seite von Radio Orašje lobt die gute Zusammenarbeit zwischen dem dortigen Verein für Eltern, Kinder und Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Building One World.

Und die Schulschwestern schreiben auf ihrer Seite, dass wir auch im nächsten Jahr wieder in ihrem Kinderheim in Vareš willkommen sind.

Wir leiten das Lob hiermit an alle unsere Förderer weiter und hoffen schon jetzt auf viele fleißige Hände, wenn es heißt HandS 2013.

P.S.: Wer kein Kroatisch kann, sollte sich beim Lesen der Artikel mal an den Google Translator wenden. Der ist zwar nicht perfekt, hilft aber ein ganzes Stück weiter.

Nachdem ich jetzt wieder getrocknet und ausgeruht bin, gibt es noch ein paar Fotos von meinem Besuch in Slatina. Das kleine Dorf im Norden Bosniens hat neben einer großen orthodoxen Gemeinde auch eine katholische Pfarrei mit etwa 60 Mitgliedern. Die meisten von ihnen sind ältere Leute, die – wenn überhaupt – von einer schmalen Rente leben. Manche von ihnen haben weder Heizung noch Strom in ihren dürftigen Häusern.

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Da ist zum Beispiel Danica. Beim Gehen benutzt sie einen Krückstock, ist aber trotz ihres hohen Alters noch gut auf den Beinen. Kleine Arbeiten im Haushalt und im Garten macht sie selbst. Bei größeren Aufgaben helfen ihr Leute aus dem Dorf. Hier hilft jeder jedem, sodass sie nie ohne Holz für ihren Küchenofen dastehen muss. Danica mag es zu scherzen. Aber ganz leicht ums Herz ist ihr nicht immer: “Es ist schwer, alleine zu sein”, hat sie mir erzählt.

Herzlich empfangen wurde ich auch bei Roza (links) und Ivka (mitte) (rechts ist nochmal Danica). Mit allen habe ich mich ein Weilchen unterhalten und ihnen ein Päckchen mit Lebensmitteln dagelassen.

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DSC_0746Drago und Roza haben ihre eigene kleine Farm mit ganz vielen Hunden, Katzen, Hühnern und Schweinen. Drago schlachtet und räuchert selber. Beim Anblick seiner Räucherkammer lief mir das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück durfte ich ein bisschen von seiner leckeren Wurst probieren. Sein größter Stolz ist seine fette Sau, die wohl auch bald unters Messer kommt.

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DSC_1017Gastfreundschaft wird in Slatina wirklich groß geschrieben. Das Wenige, was die Leute haben, wollen sie trotzdem noch teilen. Das hat mich sehr beeindruckt. Am schlechtesten dran sind diese beiden Schwestern, die zusammen nur ein kleines Zimmer bewohnen.

 

 

 

 

DSC_0685Lebensmittelpunkt für die Katholiken ist die Kirche. Nachdem die alte im Krieg zerstört worden war, begann die Gemeinde 2004 ein neues Gotteshaus zu bauen. Es ist echt schön geworden. Dieses Jahr wurde es mit einem großen Fest eingeweiht. Neben dem Dorfladen ist die Kirche Treffpunkt für die Leute hier.

So bleiben mir viele schöne Erinnerungen nach meiner einwöchigen Reise durch Bosnien. Im Namen aller meiner Freunde, die ich dort getroffen habe, bedanke ich mich nochmal bei Euch. Ohne Euer Päckchen, Eure Spende, Eure Hilfe wäre der Transport nicht möglich gewesen. Ich hoffe, dass Ihr auch im nächsten Jahr wieder dabei seid!

Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch auf bosnisch:

Sretan Božić i nova godina!

Euer
Vučko

Mein Frauchen hat sich sehr über das Wiedersehen mit mir gefreut (ok, ich auch!), aber sie fand, dass ich immer noch schrecklich nach bosnischem Zollkneipenfrittenfettzigarettenmuff stinke. Also waren ein paar Runden Wolf-Waschgang fällig.

Endlich angekommen nach 16 Stunden Fahrt. Schaut später nochmal rein, dann zeig ich Euch noch ein paar Fotos.

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Ich kann immer noch nicht fassen, dass alles schon fast vorbei ist. Hänger leer, alle Geschenke verteilt. Aber die Heimat rückt in greifbare Nähe…

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Soeben die Grenze zu Deutschland überschritten. Voraussichtliche Ankunft in Hallenberg zwischen 11 und 12 Uhr.

Und Julian hat seit 4 Stunden und 41 Minuten Geburtstag!!

Heute war ich endlich im Dorf  Slatina und habe die alten Leute besucht. In diesem Jahr haben sie dort eine neue Kirche eingeweiht. Die Freude über mein Kommen war wie immer groß. Mehr gibt’s dann morgen. Denn jetzt trete ich erstmal mit Vollgas die Heimreise an.

Ich freue mich, Euch wieder zu sehen!
Vučko

Hey, ich lebe noch. Die Welt ist ja doch nicht untergegangen. Mit leerem Anhänger bin ich übrigens wesentlich schneller unterwegs. Wie im Flug bin ich quer durch Bosnien gerast und nun wieder in Orasje eingetroffen, wo ich mich hundemüde direkt ins Bett gelegt habe. Fotos gibt’s morgen früh. Versprochen! Morgen will ich außerdem noch die alten Leute in Srednja Slatina besuchen, bevor es morgen Abend Richtung Heimat geht.

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Auf das Kinderheim in Vareš war ich sehr gespannt, dort sind wir ja in den letzten Jahren noch nie gewesen. Wir waren positiv überrascht, denn das Kinderheim macht einen sehr schönen und neuen Eindruck mit vielen fröhlichen Kindern.

Valentina hat als erstes Kind ihr Päckchen bekommen und uns nach Maria aus Hallenberg gefragt. Sie ist so glücklich, dass sie jetzt eine Freundin in Deutschland hat. Und dann auch noch einen echten Wolf zum Freund, das haben nur ganz wenige Leute.

Jetzt gerade sind wir auf dem langen Weg zurück nach Orasje und hoffen, gegen Mitternacht dort einzutreffen. Dann klappt es bestimmt auch wieder mit Fotos.

Aber bis dahin mache ich ein Nickerchen auf der Rückbank. Wie gut, dass ich keinen Führerschein habe. Oder hat jemand von Euch schon mal einen Wolf gesehen, der Bulli fahren kann?

Erleichterte Grüße,

Vučko

 

Nach einem kleinen Stadtbummel in Sarajevo heute morgen müssen wir diese schöne Stadt auch schon wieder verlassen. Heute hat sich zum ersten Mal die Sonne ein paar kleine Löcher durch den Nebel gebahnt, da ist meine Laune gleich drei Mal so gut. Jetzt geht´s ab zum Kinderheim in Vareš, eine gute Stunde Fahrt. Am Abend hoffe ich dann wieder in Orasje an der Nordgrenze des Landes einzutreffen.

Bis bald,

Vučko

Wieder einmal begleitete uns dichter Nebel auf unserer Fahrt. Doch dieser konnte uns nicht aufhalten. Nach knapp dreistündiger Reise durch die Berge begrüßten uns das Olympiastadion von Sarajevo und zwei Freunde aus dem Jugendhaus. Nun lassen wir den Abend auf dem Weihnachtsmarkt in der Nähe der Kathedrale ausklingen. Vučko & Co wünschen allen Lesern eine gute Nacht.

In Bugojno sind wir schon sehnsüchtig erwartet und mit einem Kaffeetrinken empfangen worden. Insgesamt 129 Weihnachtspäckchen haben ihren jeweiligen Empfänger gefunden. Wenn man sieht, wie sich diese Menschen freuen, haben sich die vielen Arbeitsstunden, die in einem solchen Weihnachtstransport stecken, absolut gelohnt. Wir geben den Dank 129-fach an alle Spender weiter, die fleißig Päckchen gepackt oder durch Geldspenden die Fahrt ermöglicht haben.

Und jetzt geht es durch die bis zu 1.500m hohen bosnischen Berge, in denen 1984 die Olympischen Winterspiele stattgefunden haben, weiter nach Sarajevo, wo wir die nächsten Heime besuchen. Das ist Weihnachten!

Es kribbelt mir schon in den Pfoten. Jetzt geht’s los zum Altenheim nach Svilaj, um endlich die ersten Geschenke zu verteilen. Ich bin ja sooooo gespannt!

Voller Tatendrang grüßt

Vučko

 

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Am Morgen regnete es, mittags fiel Schnee und nachmittags ging alles in eine dicke Matsche über……. So hatte ich wenigstens ein bisschen Abwechslung heute. Denn ansonsten hat sich zwischen 10 und 18 Uhr nicht viel bewegt: Der Zoll sollte unseren Bulli samt Anhänger (auf den Fotos vor dem großen LKW) mit der wertvollen Geschenke-Fracht freigeben. Die Beamten gaben sich allerdings voll gestresst und ließen sich nicht hetzen. So saß ich zusammen mit meinen deutschen und bosnischen Freunden sowie vielen anderen genervten LKW-Fahrern im Restaurant neben dem Zoll-Häuschen. Schwaden von Zigaretten-Rauch und Frittenfett-Duft standen in der Luft und haben mein Fell stark in Mitleidenschaft gezogen. Es hat mich echt Nerven gekostet, den ganzen Tag dort in Ungewissheit abzusitzen. Aber gegen 18 Uhr kam die erlösende Nachricht: Der Zoll lässt uns ziehen. Erleichtert sind wir  zu unserem Quartier in Orasje abgedüst.

Zum Geschenke-Verteilen war es da aber schon viel zu spät. Aber Morgen werden wir das wohl endlich in Angriff nehmen können.  Früh um acht soll`s losgehen zum Altenheim nach Svilaj. Bis dahin habe ich erstmal Zeit für die Fellpflege. Mein Frauchen in Hallenberg könnte nämlich ganz schön ungemütlich werden, wenn ich so muffig nach Hause komme.

Gute Nacht,
Vučko

Tja, der Besuch des ersten Heims und das Verteilen der Päckchen klappt heute doch nicht so wie geplant.

Der bosnische Zoll ist von unserem Transport so begeistert, dass er seit sieben Stunden den Anhänger mit allen Paketen festhält.

Wir sind gespannt, wer letztlich die besseren Argumente haben wird – der Zoll oder wir!!

Bevor es ans Verteilen der Päckchen geht, spendiere ich uns erstmal ein leckeres Frühstück. Mal sehen, ob wir unseren Fahrer Basty mit einer Extraportion Kaffee wieder fit kriegen; wie man auf dem Foto sieht, ist er von der Wiedersehensfreude mit unseren bosnischen Freunden noch ganz überwältigt.

Einen schönen guten Morgen wünscht

Vučko

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Wir sind alle gut in Bosnien-Herzegowina angekommen, die Geschenke kommen morgen nach.

Meine Freunde Marko und Djuro aus der Grenzstadt Orasje haben uns sicher über die Grenze geleitet. Der Anhänger mit den Päckchen wird morgen früh vom Zoll geöffnet.

Jetzt muss ich erstmal ein bisschen ausruhen.

Gute Nacht aus Orasje,
Vučko

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Sobald wir an Zagreb, der Hauptstadt Kroatiens,  vorbei sind, wartet auf uns der schwierigste Teil der Strecke: Über 400 km ohne Kurven, Berge oder andere Besonderheiten.

Da ist man als waschechter Sauerländer Wolf  (mit bosnischen Wurzeln) völlig unterfordert.

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Also hatte ich viel Zeit, darüber nachzudenken, wie Valentina und Eldin wohl aussehen, wie sie leben und was sie zu dem Besuch und ihren Weihnachtsüberraschungen aus Deutschland sagen werden. Dies alles werde ich diese Woche erfahren.

In 1,5 Stunden werden wir an der bosnischen Grenze sein und unsere Freunde aus Orasje treffen.

Bis dahin,

Vučko

In Rekordzeit haben wir die Grenze überschritten. Jetzt geht’s weiter über Zagreb durch Kroatien. Bosnien, wir kommen!!!

Voller  Erleichterung ist
Vučko

An der slowenisch-kroatischen Grenze kommt nun die erste Zollkontrolle. In der Hoffnung, dass alles gut läuft, grüßt

Vučko

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Noch schnell das Revier markieren und dann ab nach Slowenien!

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Ihr habt so viele Pakete gepackt, die unseren Transporter in die Knie zwingen, dass sogar die Lkws uns überholen!

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Nach zwei Tassen Kaffee übernimmt Vučko nun das Steuer. Das nächste Ziel ist die slowenische Grenze.

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…und deshalb sind wir gleich schon an der österreichischen Grenze. Während meine müden Kollegen alle schlafen, halte ich noch fest das Steuer in den Händen.

Einen guten Morgen wünscht
Vučko

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Die erste Grenze haben meine Mitfahrer und ich schon passiert: Wir sind in Hessen eingereist. Und weil wir ohne Sprit gestartet sind, habe ich erstmal aufgetankt.

Und weiter geht’s!

Nächtliche Grüße,
Vučko

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Florian und Maria aus Hallenberg haben uns erlaubt, sie beim Packen ihrer Weihnachtsgeschenke für Bosnien zu besuchen und zu fotografieren.

Florian hat für den zweijährigen Eldin aus Sarajevo ein Päckchen mit vielen schönen Dingen zusammengestellt und Maria ist schon ganz gespannt, ob der neunjährigen Valentina aus dem Kinderheim Vares ihr Geschenk gefallen wird.

Vučko wird heute abend die Geschenke der beiden einladen und rd. 1.500 Kilometer lange Fahrt gut darauf aufpassen, bis er sie am Ziel höchstpersönlich an Eldin und Valentina übergeben kann.

 

 

…gibt es nicht nur in Köln, sondern auch in Hallenberg!

Unter der bewährten Aufsicht von Vučko packten fleißige Helfer viele Stunden lang Pakete und organisierten alle bürokratischen Details der langen Fahrt, so dass bald über 400 Geschenke für bedürftige Menschen in Bosnien auf die Reise gehen können. Diese Arbeit wäre aber ohne die zahllosen Spender nicht möglich – angefangen bei jedem einzelnen Schüler, der ein Päckchen gepackt hat, dem Musikverein „Die Liesetaler“, die trotz ihres Konzertes am nächsten Wochenende ihren Anhänger zur Verfügung stellen, der Kirchengemeinde St. Peter und Paul aus Bad Driburg, dessen Bulli die kostbare Fracht nach Sarajevo transportieren wird, und allen Menschen, die Geld oder Sachspenden gegeben haben und damit die ganze Aktion erst ermöglichen.

 

Wir werden alle Spenden gut nach Bosnien bringen, versprochen!

13.12.2012 001Viele kleine fleißige Hände halfen unserem Maskottchen Vučko gestern morgen in der Grundschule, die zahlreichen Geschenkpakete für die Kinder in den bosnischen Heimen zu verladen.

Und viele große fleißige Hände werden sich in den nächsten Tagen weiterhin anstrengen, um alles zu sortieren, zu vervollständigen, mit dem Zoll abzustimmen und zu verpacken, damit am Sonntagabend die Reise nach Sarajevo losgehen kann.

2011

2010

2009

2008

Gegen Mitternacht waren wir schon in Slowenien und machten einen Fahrerwechsel. Gegen 4 Uhr hielten wir in Salzburg an und schliefen ein paar Stunden im Bulli. Als wir durch Bad Reichenhall, den ersten Ort in Deutschland kamen, hatten wir das Gefühl zu Hause zu sein, obwohl wir noch ca. 700 km fahren mussten. Gegen 21 Uhr kamen wir in Hallenberg an und besuchen noch kurz den Pastor Graute.

Als Fazit können wir von dieser Reise sagen:
Wir haben etwas Zeit und Nerven gegeben, haben aber ganz viele sehr schöne und bewegende Erfahrungen gewonnen, die die Strapazen der langen fahrten, besonders die Strapazen der Hinfahrt vergessen machen.

In Elijas Ort angekommen, besuchten wir zuerst zwei ältere Frauen um die siebzig. Diese beiden Frauen sind Schwestern, die ihre dritte Schwester, und ihr Haus im Krieg verloren hatten. Sie wohnen momentan in einem, aus Spendengeldern finanzierten Ein-Raum-Haus, mit einem Kuhstall und ohne Strom. Aber sie sind zufrieden und beschweren sich nicht. Natürlich freuten sie sich sehr über unsere zwei Pakete, die wir ihnen mitbrachten. Sie sind sehr auf Hilfe der Gemeinde und der Nachbarn angewiesen da sie nur das haben was sie selbst produzieren. Die Konserven in den Paketen trugen so einen großen Teil dazu bei, den Winter etwas leichter zu machen. Genau so waren die anderen Rentner auf diese Hilfe für den Winter angewiesen.
Die nächste Person, die wir besuchten, war eine ältere Dame, die ganz alleine wohnt. Sie bekommt auch keine Rente, wie fast alle älteren Leute in der Umgebung und lebt davon, dass sie von ihrem Sohn alle paar Monate einmal 50€ zugeschickt bekommt. Auch sie bat uns freundlich herein. Als wir ihr das Packet überreichten, konnte sie es vor Gewicht kaum halten.
Als drittes besuchten wir einen älteren Mann und seine Schwägerin, die nebeneinander wohnen. Auch sie baten uns herein, er bot  uns Bier und Schnaps an. Auch sie freuten sich beide sehr über unseren Besuch.
Als letztes besuchten wir eine Dame, die bei Verwandten wohnt, da ihr Haus immer noch nicht wieder aufgebaut werden konnte. Sie brachte uns Plätzchen, Eistee und schenkte einem von uns eine selbstgemachte Tischdecke.
Dann mussten wir leider wieder los. Elija fuhr vor uns her und brachte uns bis zur Grenze zurück. Nachdem wir uns bei ihm für alles bedankt hatten, vor allem für seine spontane Hilfe am Freitag, ging es für uns, ohne Probleme über die Grenzen in Richtung Heimat.

Um 10 Uhr morgens waren wir reisefertig und wurden anschließend in Sarajevo herzlich verabschiedet. Wir mussten allen versprechen, dass wir wiederkommen werden. Dann ging es von Sarajevo über Tuzla zurück zu dem Pastor Elija, dem wir noch Geschenke für die älteren Menschen seiner Gemeinde vorbeibringen durften.
Bei einem der vielen Foto-Stops unterwegs, kam auf einmal ein hupendes Auto angefahren, welches einen toten Wolf auf die Haube geschnallt hatte. Die beiden Jäger, die ihn erledigt hatten, hielten extra für uns an, damit wir ein Foto machen konnten.

Nach einem kurzen Stadtbummel haben wir noch eine Familie besucht. Die Frau, mit der wir lange gesprochen hatten, war die erste Bosnierin, die im Jugendhaus Haderhausen für längere Zeit zu Besuch war. Es waren ein paar sehr nette, und hochinteressante Stunden bei ihr.
Um 18 Uhr ging es in die Innenstadt in eine Jugend- bzw. Studentenmesse, die Pastor Sîmo las. In seiner Predigt erwähnt er uns und erzählt der Gemeinde, was wir auf der Herfahrt alles erlebt hatten. Diese Strapazen hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon vollständig vergessen.
Nach der Messe ging es zur Weihnachtsfeier ins Jugendhaus. Den ganzen Abend wurde Gitarre gespielt, gesungen und wir hatten die Möglichkeit ein paar lange, intensive Gespräche mit den Jugendlichen Sarajevos zu führen. Einige haben uns ihre persönliche Kriegsgeschichte anvertraut und wir waren einige Male geschockt, was diesen Menschen alles im Krieg passiert ist. Zum Abschied spielten sie für uns  „Take Me Home, Country Roads“, und „Knocking On Heavens Door“.  Letzterer  war mittlerweile zu unserer persönlichen Reisehymne geworden.

Die Stadt Sarajevo hat uns sehr gut gefallen. Es erinnert noch viel an den schlimmen Krieg. Sarajevo war immerhin jahrelang eingekesselt und viele Menschen starben hier auf den Straßen. Trotz vieler neuer Bürogebäude, heilen die sichtlichen Wunden der Stadt dennoch sehr langsam. Zu Mittag gab es Chiwapchichi, die örtliche Spezialität.

Nach dem reichlichen Frühstück im Jugendhaus, fuhren wir, wie am Vorabend besprochen ins Kinderheim Egipat zurück, um uns das Heim anzuschauen. Die ca. 30 Kinder des Heims sind in Familien zu ca. 6-8 Kindern eingeteilt und jede Familie lebt mit einer Schwester zusammen in einer Wohnung.

Das Alter der Familien ist gemischt, die Schwester übernimmt die Rolle der Mutter und die Älteren kümmern sich um die Jüngeren. Aufgeräumt wird zusammen. Uns viel sofort auf, dass das Verhältnis dort sehr gut ist und die Kinder dort die Möglichkeit haben, ihre schlimmen Vorgeschichten, zumindest ein bisschen zu vergessen.
Die Kinder haben sich sehr über unseren zweiten Besuch gefreut und haben uns aus Dankbarkeit eine Kleinigkeit gebastelt.
Dann durften wir den Rest des Hauses sehen, unter anderem den hauseigenen Kindergarten, in dem auch Kinder sind, die nicht im Heim Wohnen. Außerdem kommen in diesen katholischen Kindergarten, der auch von Nonnen geleitet wird, auch muslimische(!) Kinder. Danach haben wir von der Küchenschwester selbstgemachte Plätzchen und Kuchen bekommen. Nach herzlicher Verabschiedung im Kinderheim Egipat, ging es für uns nun in die Stadt Sarajevo.

Im zweiten Kinderheim, dem Egipat warteten die Kinder noch auf uns. Als wir reinkamen, sangen die Kinder mit ihren Betreuerinnen das Lied „Freude schöner Götterfunken“ auf landeseigener Sprache. Dies war für uns der erste ergreifende Augenblick des Abends. Es sollten noch tausende folgen.

 

Nach dem Lied durften die Kinder unsere Geschenke auspacken. So eine Freude und dieses Strahlen, das die Kinder in den Augen hatten, lässt sich in Worten nicht beschreiben. Für uns drei hatten sich die lange Fahrt und die vielen Probleme auf der Strecke jetzt schon gelohnt. Die Kinder verteilen großzügig Süßigkeiten, die sie in ihren Paketen hatten und zeigten uns voller Freude ihre Spielzeuge und Anziehsachen, die sie in den Paketen hatten.
Da es schon sehr spät war, verabredeten wir mit den Schwestern des Kinderheimes, dass wir am nächsten Morgen nochmal wiederkommen würden, um uns das Heim anzusehen.
Später gingen wir noch in ein Brauhaus in Sarajevo, um etwas zu Essen und ein Bier zu trinken. Dann fielen wir wieder einmal, wie Steine ins Bett.

Nach mehreren Polizeikontrollen, die in Bosnien anscheinend zur Tagesordnung zählen, erreichten wir Sarajevo gegen 17 Uhr. Dort wurden wir herzlich begrüßt und fingen direkt an, den Bulli und den Hänger auszuladen. Nach gründlichem Sortieren der Geschenke fuhren wir ins erste Kinderheim – Bjelave. Da wir sehr spät in Sarajevo ankamen, konnten wir die Kinder im ersten Heim nur kurz sehen, da sie schon im Schlafanzug waren.

Nach kurzem Frühstück und einem kleinen Spaziergang über den örtlichen Friedhof, fuhr uns Elija zur Grenze zurück. Um 12 Uhr mittags, waren unsere Papiere bearbeitet und wir durften Richtung Sarajevo starten. Wir fuhren über Doboj, Zenica, Visco nach Sarajevo.

Nach morgendlicher Messfeier in Elijas Dorf, zeigte er uns stolz seine neue Kirche. Die alte Kirche ist im Krieg vollständig zerstört worden. Nun berichtete er uns, dass in diesem Jahr zu Heiligabend zum ersten Mal eine Messe in der Kirche gefeiert wird, die Christmette.

Nun ging es über Zapresic, rund um Zagreb, Kutina, nach Zupanja, das ca. 4 Stunden östlich von Zagreb liegt. Dort kamen wir an der Grenze an. Obwohl unsere Spedition, die uns die Papiere für den Zoll fertig machen sollte, eigentlich um 15 Uhr Feierabend machen wollte haben sie nach langen Gesprächen mit unseren Freunden aus Sarajevo auf uns gewartet. Allerdings sind wir trotzdem nicht mehr über die Grenze gekommen, da der Zoll um 20 Uhr Feierabend machte.
Nun griff der Notfallplan. Sîmo, der Pastor des Jugendhauses in Sarajevo, hat einen befreundeten Pastor nahe der Grenze. Dieser (Pastor Elija) holte uns an der Grenze ab und lud uns erst einmal zum Essen ein. Dann fuhren wir zu ihm und vielen sofort, wie die Steine ins Bett.

Nach einigen Kilometern erreichten wir die Slowenisch – Kroatische Grenze. Nach zwei Stunden am Zoll und einigen kleineren Problemen konnten wir weiter fahren.

Unsere Route führte über Gießen, Aschaffenburg, Würzburg, Nürnberg, Regensburg, Passau, Graz (Österreich), Maribor (Slowenien) und an der Stadt Ptuj vorbei. Kurz nachdem wir Ptuj links liegen ließen, fing der Motor laut an zu klappern. Nach kurzem lauter-werden war es schon wieder vorbei. Keine Geräusche mehr, allerdings leuchtete die Batterieleuchte und die Servolenkung war ausgefallen. Nach kurzem Blick unter die Motorhaube, hat unser Bordmechaniker einen Keilriemenriss festgestellt. Nun folgten einige verzweifelte Anrufe an den ADAC, zum Jugendhaus nach Sarajevo und nach Hause zum Bullibesitzer. Nach kurzer Zeit hatten uns unsere Freunde aus dem Jugendhaus einen deutschsprachigen Abschleppdienst aus Ptuj und eine deutschsprachige VW Werkstatt im selben Ort ausgemacht und uns dies via Handy mitgeteilt. Der Bullibesitzer hatte in der Zeit mit seiner VW Werkstatt gesprochen, die vor der Abreise den Bulli nochmal gecheckt hatten. Diese haben ihm versichert, dass wir ohne Keilriemen ca. eine Stunde fahren könnten. Also haben wir uns entschieden, die VW Werkstatt in Ptuj selbst zu suchen. In der Stadt angekommen, bogen wir drei Mal an Kreuzungen auf gut Glück ab, und fuhren direkt an der VW Werkstatt vorbei. Innerhalb von zwei Stunden war unser Bulli wieder fit und wir konnten weiter fahren.

Um Fünf Uhr Abends klingelte mein Handy. Sebastian war dran und sagte, dass die Grenze Kroatien – Bosnien am Freitag um 15 Uhr zumacht und wir sofort losfahren müssen. Da wir schon gepackt hatten, sind wir noch schnell unter die Dusche gesprungen und dann sofort nach Hesborn gefahren.
Dort angekommen haben wir den Bulli und den Hänger gepackt, und sind gegen 22 Uhr losgefahren.

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