Nachdem ich jetzt wieder getrocknet und ausgeruht bin, gibt es noch ein paar Fotos von meinem Besuch in Slatina. Das kleine Dorf im Norden Bosniens hat neben einer großen orthodoxen Gemeinde auch eine katholische Pfarrei mit etwa 60 Mitgliedern. Die meisten von ihnen sind ältere Leute, die – wenn überhaupt – von einer schmalen Rente leben. Manche von ihnen haben weder Heizung noch Strom in ihren dürftigen Häusern.

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Da ist zum Beispiel Danica. Beim Gehen benutzt sie einen Krückstock, ist aber trotz ihres hohen Alters noch gut auf den Beinen. Kleine Arbeiten im Haushalt und im Garten macht sie selbst. Bei größeren Aufgaben helfen ihr Leute aus dem Dorf. Hier hilft jeder jedem, sodass sie nie ohne Holz für ihren Küchenofen dastehen muss. Danica mag es zu scherzen. Aber ganz leicht ums Herz ist ihr nicht immer: “Es ist schwer, alleine zu sein”, hat sie mir erzählt.

Herzlich empfangen wurde ich auch bei Roza (links) und Ivka (mitte) (rechts ist nochmal Danica). Mit allen habe ich mich ein Weilchen unterhalten und ihnen ein Päckchen mit Lebensmitteln dagelassen.

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DSC_0746Drago und Roza haben ihre eigene kleine Farm mit ganz vielen Hunden, Katzen, Hühnern und Schweinen. Drago schlachtet und räuchert selber. Beim Anblick seiner Räucherkammer lief mir das Wasser im Mund zusammen. Zum Glück durfte ich ein bisschen von seiner leckeren Wurst probieren. Sein größter Stolz ist seine fette Sau, die wohl auch bald unters Messer kommt.

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DSC_1017Gastfreundschaft wird in Slatina wirklich groß geschrieben. Das Wenige, was die Leute haben, wollen sie trotzdem noch teilen. Das hat mich sehr beeindruckt. Am schlechtesten dran sind diese beiden Schwestern, die zusammen nur ein kleines Zimmer bewohnen.

 

 

 

 

DSC_0685Lebensmittelpunkt für die Katholiken ist die Kirche. Nachdem die alte im Krieg zerstört worden war, begann die Gemeinde 2004 ein neues Gotteshaus zu bauen. Es ist echt schön geworden. Dieses Jahr wurde es mit einem großen Fest eingeweiht. Neben dem Dorfladen ist die Kirche Treffpunkt für die Leute hier.

So bleiben mir viele schöne Erinnerungen nach meiner einwöchigen Reise durch Bosnien. Im Namen aller meiner Freunde, die ich dort getroffen habe, bedanke ich mich nochmal bei Euch. Ohne Euer Päckchen, Eure Spende, Eure Hilfe wäre der Transport nicht möglich gewesen. Ich hoffe, dass Ihr auch im nächsten Jahr wieder dabei seid!

Frohe Weihnachten und ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch auf bosnisch:

Sretan Božić i nova godina!

Euer
Vučko

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